Komiker zum Präsidenten der Ukraine gewählt

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt der Ukraine am Sonntag scheint der Sieger festzustehen: Wolodymyr Selenski soll auf 73 Prozent kommen.
Schon die erste Wahlrunde vor drei Wochen hatte Politik-Neuling Wolodymyr Selenski deutlich für sich entschieden. Auch in den jüngsten Umfragen lag der Komiker vor seinem Gegner Petro Poroschenko.

Bei der Stichwahl am Ostersonntag kommt Selenski einer Nachwahl-Befragung zufolge auf 73 Prozent der Stimmen. Er dürfte somit als neuer Präsident feststehen. Poroschenko erhielt 25 Prozent.

Keine politische Erfahrung

Selenski gilt als Mann ohne jegliche politische Erfahrung. Er wurde durch die Comedyserie "Sluga naroda" ("Diener des Volks") bekannt. In der Serie spielt er bereits seit Jahren einen erfolgreichen Präsidenten im Kampf gegen Korruption.

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"Ein neues Leben beginnt, ein normales Leben", sagte Selenski nach der ersten Wahlkampfrunde. "Ein Leben ohne Korruption, ohne Schmiergeld - ein Leben in einem neuen Land, dem Land unserer Träume."

Ukraine noch immer im Krieg

Als neuer Präsident müsste er ein Land führen, das sich noch immer im Krieg befindet. Experten zufolge passe er gut in die derzeitigen Polit-Trends - schließlich agiere er aktionistisch, sei ein TV-Star und demnach nicht so "langweilig" wie die übrigen Politiker. In dieser Hinsicht wird Selenski immer wieder mit US-Präsident Donald Trump verglichen.

Seine eigene politische Unerfahrenheit empfinde er nicht als Nachteil: "Ich bin ein frisches Gesicht", sagte er. Seine Versprechen: Armut senken, Korruption bekämpfen, Krieg beenden. Wie genau er diese Ziele erreichen will, erklärte er bisher nicht.

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(rfr)

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