Uns kann es egal sein, wer heute die amerikanische Präsidentschaftswahl gewinnt. Die meisten Amerikaner denken sowieso, dass wir Kängurus als Haustiere halten und dass wir uns auf Skiern fortbewegen.
Ohne das „Sissi- Schloss“ und die Mozartkugel könnten wir uns international brausen. Global betrachtet sind wir ein Flankerl. Wir leben in einem Futziwutzi- Land der Seligen, in dem das Parkpickerl, die Wehrpflicht und der Sido zu den gröberen Problemen zählen. Krank können wir jederzeit werden, weil unser Gesundheitssystem alle auffängt.
Hurrikans brauchen wir nicht zu fürchten, weil das Meer zu weit weg ist. Für Terroristen stellen wir kein interessantes Ziel dar, weil es keinen triftigen Grund gibt, uns vernichten zu wollen. Die Amerikaner haben von allen Problemen, die wir nur aus dem Satelliten-Fernsehen kennen, reichlich.
Sind wir froh, dass uns Sido und nicht Sandy beschäftigt. Wer der nächste US-Präsident wird, braucht uns nicht zu kratzen. Es wäre aber ein guter Anlass, wieder einmal über den Tellerrand zu blicken. Um uns bewusst zu machen, wie gut wir es eigentlich haben