Politik

Kommt jetzt wieder Rot-Schwarz?

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:21

Nach dem Wahlsonntag steht fest: Die SPÖ bleibt mit knapp 27 % trotz historischer Schlappe stärkste politische Kraft im Land, die ÖVP wurde mit einem historisch schlechtesten Ergebnis (23,5 %) auf Platz 2 gehalten. Dieses Ergebnis erschwert den Roten die Suche nach Koalitionspartnern, eine Neuauflage der großen Koalition wird von vielen befürchtet. Viele politische Player haben jedoch schon am Wahlabend genau diese Strategie bereits abgenickt.

Nach dem Wahlsonntag steht fest: Die haben, die Suche nach Koalitionspartnern, eine Neuauflage der großen Koalition wird von vielen befürchtet. Viele politische Player haben jedoch schon am Wahlabend genau diese Strategie bereits abgenickt.

"Wahltag ist Zahltag", lautet ein bekanntes Sprichwort. Den Großparteien hat dieser Wahlsonntag tatsächlich einen Denkzettel gebracht. Noch nie haben Rot und Schwarz so schlecht abgeschnitten, wie an diesem Wahltag. Zusammen wird man nach rund um die 50 Prozent landen. Eine Mandatsmehrheit geht sich jedoch aus.

Diese hat momentan ohnehin die besten Karten, weil sich die Schwarzen alles offen gelassen haben. Nicht nur ÖVP-Chef Michael Spindelegger, auch sein Generalsekretär Johannes Rauch haben schon angedeutet, dass der "Denkzettel" für Rot-Schwarz eine Veränderung bringen sollte - gemeint könnte eine Koalition zwischen ÖVP, FPÖ und Team Stronach sein. Zu dritt würde diese Koalition die gleiche Anzahl an Mandaten (99) erhalten, wie Rot-Schwarz.

Doch derjenige, der im Hintergrund die Fäden viel stärker in Händen hält, hat am Sonntag seine Option bereits klar zum Ausdruck gebracht: Der mächtige niederösterreichische VP-Landeshauptmann Erwin Pröll bekräftigte seine Präferenz für eine Zweierkoalition, wünscht sich aber einen neuen Stil. Und auch der engste Vertraute Faymanns, Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ), ging am Wahlabend von einer Fortsetzung der Koalition mit der Volkspartei aus.

Poker

Also: Weiterhin die große Koalition oder ein Revival von Schwarz-Blau mit den "Kanzler-Machern" Team Stronach oder mit gemeinsam 99 Sitzen (siehe Grafik).

Eine schwarz-blaue Koalition, vor der die SPÖ im Wahlkampf eindringlich gewarnt hatte, erreicht dagegen nur 88 Mandate. Rot und Grün kämen selbst mit den Neos nur auf 84 Sitze - fürs Regieren zu wenig.

Spannend wird also, ob die VP-Spitze ein Experiment mit der FPÖ und einer der neuen Parteien wagen wird.

Umfrage: Rost-Schwarz am beliebtesten

Fragt man übrigens die Österreicher nach ihrer bevorzugten Koalition, wünschen sich die meisten eine SPÖ-ÖVP-Regierung. Dies ist zumindest das Ergebnis der Wahltagsbefragung des von Peter Hajek für ATV. Nachgerade überwältigend erscheint der Wunsch danach mit 23 Prozent der Befragten indes nicht. Und 58 Prozent vertraten die Ansicht, es sei "Zeit, dass eine andere Partei den Bundeskanzler stellt".

 

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