Unzählige Kunden sauer

"Komplette Idioten": Wut über schlampige Paketzusteller

Die Aufregung ist immer wieder groß: Pakete werden falsch abgestellt oder gehen gar verloren. Die Konsumentenschützer der AK haben wertvolle Tipps.

Tobias Prietzel
"Komplette Idioten": Wut über schlampige Paketzusteller
Ärger über Lieferanten: Mit einem Facebook-Post hat eine Oberösterreicherin eine wahre Lawine losgetreten.
iStock, Facebook

Wer kennt das nicht: Das heiß ersehnte Packerl kommt entweder gar nicht an, wird nicht richtig abgelegt oder verschwindet plötzlich. In Zeiten des zunehmenden Online-Handels wächst auch der Ärger über Schlampereien beim Versand.

Mit 50 Kilo in den zweiten Stock

Jüngstes Negativbeispiel: Auf Facebook fragt eine Userin, ob in Steyr, Oberösterreichs drittgrößter Stadt, sonst noch jemand Probleme mit einem bekannten Zustelldienst hat. "Bei uns wird erst gar nicht geläutet, sondern die Pakete kommen direkt zur Abholstation", ist die Frau sauer. Sie müsse dann schauen, wie sie alleine 50 Kilo in den zweiten Stock bringt.

Mit ihrem Posting hat die Steyrerin eine Lawine losgetreten: "Hab meine zwei Pakete zwei Wochen suchen müssen", ärgert sich etwa ein Nutzer. Und eine andere Frau schreibt: Die Lieferungen würden einfach irgendwo hingestellt oder gar nicht geläutet. "Die Leute, die da teilweise arbeiten, sind eine Frechheit."

Hab meine zwei Pakete zwei Wochen suchen müssen.
Kommentar auf Facebook

Laut den Kommentaren – in Summe mehr als 70 – würden sich die Probleme häufen. "Die kompletten Idioten einfach", bringt ein User den allgemeinen Zorn auf den Punkt.

Die Experten der Arbeiterkammer Oberösterreich kennen die Probleme nur zu gut. Sie warnen: Selbst im Fall einer Abstellgenehmigung ist man nicht vor bösen Überraschungen gefeit. Denn: Verschwindet das Paket oder wird beschädigt, trägt der Kunde das Risiko.

Die Konsumentenschützer verweisen freilich auf einen bestimmten Punkt: Die Genehmigung greift nur, wenn die Lieferung am vereinbarten Ort gelassen wurde. Das scheint aber, wie die Social-Media-Kommentare zeigen, nicht immer der Fall zu sein.

Nicht einsehbar und geschützt
Die AK empfiehlt für eine Abstellgenehmigung einen Ort zu wählen, der von außen nicht einsehbar ist.
Außerdem sollte er vor Regen, Schnee und Wind geschützt sein.
Und: Idealerweise beschreibt man ihn vorab, am besten mit einem Foto.

Auch wenn Abholstationen nicht von allen geliebt werden: Die AK sieht in der Umleitung dorthin eine sichere Alternative. Das Paket dort abzuholen koste zwar etwas mehr Zeit, so der Konsumentenschutz. Es spare aber unter Umständen Ärger und Geld.

Handy und Internet kosten immer mehr

Die nächste Teuerung steht ins Haus: Handy und Internet kosten bald mehr. Die Arbeiterkammer weiß, wie man trotzdem vergleichsweise günstig aussteigen kann.

Die Experten appellieren, auf das Kleingedruckte in Verträgen zu achten. Denn es funktioniert nicht, wegen einer Kostenerhöhung einen Mobilfunkvertrag zu beenden.

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    HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

    Auf den Punkt gebracht

    • Immer wieder sorgen schlampige Paketzusteller für großen Ärger, wenn Pakete falsch abgestellt oder verloren gehen
    • Die Arbeiterkammer gibt wertvolle Tipps, um sich vor solchen Problemen zu schützen und empfiehlt unter anderem die Nutzung von Abholstationen als sichere Alternative
    • Auch bei Abstellgenehmigungen besteht das Risiko von Verlust oder Beschädigung, weshalb es wichtig ist, aufmerksam zu sein
    tob
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