Kurzer Moment der Verwirrung bei der Oscar-Verleihung: In der Kategorie "Bester Kurzfilm" passiert das, was in der langen Geschichte der Academy of Motion Picture Arts and Sciences nur äußerst selten vorkommt.
Nicht ein Film, sondern gleich zwei schnappen sich den begehrten Goldjungen: "The Singers" und der französisch-US-amerikanische Kurzfilm "Two People Exchanging Saliva".
Der Grund für das ungewöhnliche Doppel-Happy-End ist simpel: Stimmengleichheit. Wenn bei der geheimen Abstimmung der Academy-Mitglieder zwei Kandidaten exakt gleich viele Stimmen bekommen – und damit auf Platz eins landen – gibt es keine Stichwahl. Stattdessen werden einfach beide zu Gewinnern erklärt.
So ein Oscar-Gleichstand ist echte Rarität. In der über 90-jährigen Geschichte der Preisverleihung kam das nur sechs Mal vor. Eines der berühmtesten Beispiele: 1969 teilten sich die Schauspiel-Legenden Barbra Streisand und Katharine Hepburn den Oscar als beste Hauptdarstellerin.
Heuer trifft es also die Kurzfilm-Kategorie. Plötzlich gibt es statt einer Dankesrede gleich zwei Oscar-Teams, die ihren großen Moment genießen dürfen.