Perchtoldsdorf

Kompromiss nach Protest – Gebühren wieder gesenkt

Insbesondere die mit 42 Prozent Plus eklatante Erhöhung der Kanalgebühr sorgte für Unmut. Jetzt wurde eingelenkt, der Betrag wird - vorerst - gesenkt.

Niederösterreich Heute
Kompromiss nach Protest – Gebühren wieder gesenkt
Zahlreiche Bürger gingen im Vorfeld der Gemeinderatssitzung auf die Straße.
privat

Schwerer Unmut herrschte in der idyllischen Wienerwald-Gemeinde Perchtoldsdorf (Mödling) seit ein paar Wochen, denn: Die Gemeindeabgaben wurden - so der Beschluss im Gemeinderat - drastisch erhöht. Besonders betroffen: Die Kanalabgabe, die künftig 4,20 Euro pro Quadratmeter Berechnungsfläche kosten sollte – eine Preissteigerung von 42 Prozent.

1.000 Unterschriften

Opposition sowie Bürger stiegen auf die Barrikaden, eine Unterschriftenaktion brachte es binnen kürzester Zeit auf rund 1.000 Unterstützer, vor der Gemeinderatssitzung am 31. Jänner wurde auf der Straße sogar demonstriert.

Die Gemeinderatssitzung am 31. Jänner in Perchtoldsdorf
Die Gemeinderatssitzung am 31. Jänner in Perchtoldsdorf
Marktgemeinde Perchtoldsdorf

Der Vorschlag der Opposition, die die Kosten nochmals durchrechnen ließ: "Unser NEOS-Vorschlag sieht einen Einheitswert von 3,10 Euro pro Quadratmeter Berechnungsfläche und Jahr anstatt den von ÖVP und Grünen beschlossenen 4,20 Euro pro Quadratmeter vor. Damit entlasten wir alle Perchtoldsdorfer Haushalte um 250 Euro pro Jahr - und das ist dringend notwendig", so NEOS-Mandatar Tony Platt vor der Sitzung am Mittwoch.

Stufenweise Erhöhung

Und weil das Thema für so viel Wirbel sorgte, lenkte die ÖVP unter Bürgermeisterin Andrea Kö tatsächlich ein und ließ einen Kompromiss aushandeln. "Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 31. Jänner 2024 eine stufenweise Anpassung der Wasser- und Kanaltarife beschlossen. Im heurigen Jahr erfolgt somit eine erste Erhöhung der Preise – bei Wasser von 1,80 Euro statt ursprünglich geplant 2,20 Euro pro Kubikmeter, beim Kanal-Einheitssatz von 3,60 statt 4,20 Euro pro Quadratmeter Berechnungsfläche ab April 2024. Die zweite Stufe soll erst im Oktober 2025 (Wasser) bzw. im Jänner 2026 (Kanal) erfolgen", gab jetzt die Gemeinde bekannt.

Der Anstieg an sich sei alternativlos, wie Ortschefin Andrea Kö sagt, die schrittweise Erhöhung sorge aber für Entlastung, zudem nehme man die Sorgen der Bürger sehr ernst. Als "Augenauswischerei" bezeichnete Bürgerlisten-Mandatarin Gabriele Wladyka die Lösung. "Hoffen wir, dass 2025 diese Schwarz-Grüne Koalition Geschichte sein wird und dass dann endlich - mit neuen Kräften - Politik für die Bürger gemacht werden kann", so Wladyka.

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