Die Traumhochzeit im Jahr 2015 war mit Sicherheit jene von Prinz Carl Philip (36) und Prinzessin Sofia (31) von Schweden. Am 13. Juni gab sich das verliebte Paar das Ja-Wort - und das obwohl die 31-Jährige eine Bürgerliche ist. Warum die frischgebackenen Eltern dennoch heiraten durfte, verriet König Carl Gustaf (69) nun in einem großen Interview, anlässlich seines 70. Geburtstags am 30. April.
Die Traumhochzeit im Jahr 2015 war mit Sicherheit jene von (69) nun in einem großen Interview, anlässlich seines 70. Geburtstags am 30. April.
Am 13. Juni 2015 gaben sich Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia endlich das langersehnte Ja-Wort. Doch so vorhersehbar, wie manche vielleicht denken, war diese royale Feierlichkeit dann doch nicht. Prinzessin Sofia ist schließlich eine Bürgerliche, was in den königlichen Kreise normalerweise nicht gerne gesehen wird.
Doch nun plauderte König Carl Gustaf höchstpersönlich aus dem royalen Nähkästchen und verriet im Gespräch mit dem Moderator Claes Elfsberg des schwedischen TV-Senders SVT, warum er die Hochzeit von seinem Sohn Prinz Carl Philip und einer Frau aus bürgerlichen Verhältnissen dennoch erlaubte: "Es ist wichtig, die Monarchie der modernen Gesellschaft anzupassen."
Auch bei seinen Töchtern musste der König seine Erlaubnis geben, da beide ebenfalls Männer mit fehlender, royaler Herkunft ehelichten.
Ein wesentlicher Grund für seine Zustimmung zu den Hochzeiten seiner Kinder war aber, dass er ebenfalls eine Bürgerliche zur Frau nahm. Seine Gattin Silvia stammt - wie Neu-Prinzessin Sofia - auch aus bürgerlichen Verhältnissen und lernte ihren späteren Mann bei den Olympischen Spielen 1972 in München kennen, wo sie als Hostess gearbeitet hatte.
Damals war Carl Gustaf noch Kronprinz und hätte seine Liebe niemals heiraten dürften, wenn er nicht schon 1973 König geworden wäre. Nach schwedischem Recht war eine Hochzeit mit einem bürgerlichen Partner nämlich damals noch verboten. Nur der regierende Monarch durfte sich unter Stand verheiraten.
Der 69-Jährige ließ das Gesetz ändern, um seinen Nachkommen ebenso eine Chance auf die wahre Liebe zu gewähren. Der erste, der diese Änderung wahrnahm, war der Onkel von Carl Gustaf, Prinz Bertil (†84). Er verzichtete bis dato auf eine Hochzeit mit seiner bürgerlichen Freundin Lilian May Davies (†97), um seinen Prinzen-Titel nicht zu verlieren. Nach der Gesetzesänderung konnte er seine Liebste endlich zur Frau nehmen und trotzdem Prinz bleiben.
"Ich hatte die Möglichkeit, eine Änderung durchzuführen. Ich denke nicht, dass es so seltsam ist, dass sich diese Dinge ändern. Es war an der Zeit. Für Prinz Bertil war es sehr schwierig. Er nahm seine Prinzen-Berufung sehr ernst. Als ich König wurde, konnten sie endlich heiraten", sagte der König von Schweden im Interview.