Wirtschaft

Konjunktur liegt unter Durchschnitt der Euro-Länder

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:32

Die österreichische Wirtschaft wird in den nächsten Jahren weniger wachsen als der Durchschnitt der Euro-Länder. Das ergibt die Konjunkturprognose des IHS. Das Institut erwartet von heuer bis 2019 ein durchschnittliches Wachstum von 1,6 Prozent pro Jahr.

Im gesamten Euro-Raum wird die Wirtschaft laut zwischen 2015 und 2019 jedes Jahr um 1,8 Prozent wachsen. Die heimische Entwicklung hinkt mit 1,6 Prozent leicht hinterher. Der Wert liegt auch etwas unter der Mittelfristprognose aus dem Vorjahr. Für die einzelnen Jahre ergeben sich folgende Wachstumzahlen: Heuer werden 0,7 Prozent erwartet, nächstes Jahr 1,8 Prozent, 2017 sind es 1,9 Prozent, und in den Jahren 2018 und 19 jeweils 1,75 Prozent.

Das IHS fordert wachstumsfördernde Maßnahmen von der Politik. Andernfalls würde sich die Situation am Arbeitsmarkt kaum verbessern. Die Effekte der würden nicht ausreichen.

Griechen-Krise

Ein Staatsbankrott Griechenlands wird sich kaum negativ auf die österreichische Wirtschaft auswirken. Sollten die Griechen aber die Gemeinschaftswährung Euro aufgeben, prognostiziert das IHS Probleme in den Ländern an der Euro-Peripherie wegen höherer Risikoaufschläge.

Industrie- statt Schwellenländer

Andere große Krisen wie zwischen der Ukraine und Russland, im Irak oder in Syrien könnten allerdings die Weltkonjunktur bremsen, was Konsequenzen für Europa haben kann. Die US-Wirtschaft wird von den Ökonomen als stabil betrachtet mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,5 Prozent. Die Industriestaaten ganz allgemein tragen in den kommenden Jahren die Konjunktur, nicht mehr die Schwellenländer. Hier geht die Tendenz Richtung Verlangsamung.

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