Formel 1

Konkurrenten zittern vor dieser Red-Bull-Geheimwaffe

Red Bull Racing eilt in der Formel 1 von Sieg zu Sieg. Die Konkurrenz hat nun ein Sieg-Geheimnis am RB19 entschlüsselt. 
Heute Redaktion
14.04.2023, 09:43
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Weltmeister Max Verstappen triumphierte in Bahrain und zuletzt in Australien, sein Teamkollege Sergio Perez siegte in Dschidda. In den ersten drei Saisonrennen haben die Bullen schon zwei Doppelsiege eingefahren, wirken aktuell in der Weltmeisterschaft beinahe unantastbar.

"Mega-DRS"

Die Konkurrenz hat mittlerweile ein Geheimnis hinter der Red-Bull-Dominanz entschlüsselt: der RB19 hat den mit Abstand größten DRS-Effekt. Kein anderer Bolide der Motorsport-"Königsklasse" gewinnt durch das Öffnen des Heckflügels auf Geraden derart viel Geschwindigkeit. "Es ist ein mega-großer DRS-Effekt, größter als bei allen anderen", staunte Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur nach dem Großen Preis von Melbourne. "Wir müssen verstehen, wie sie das machen", gab sich der neue Ferrari-Boss nachdenklich. 

Ähnlich beeindruckt zeigte sich auch Mercedes. So meinte Teamchef Toto Wolff etwa: "Ihr Vorteil mit offenem DRS ist kaum zu glauben." Und sein Star-Fahrer Lewis Hamilton erinnerte sich an Saudi-Arabien, als er auf der Geraden von Verstappen einfach stehengelassen wurde. "Er kam mit so hoher Geschwindigkeit daher, da habe ich nicht einmal versucht, ihn zu blockieren", so der Siebenfach-Weltmeister beeindruckt. 

Red Bull klar am Schnellsten

Ein Blick in die Telemetrie-Daten des Rennens in Melbourne, bei dem es gleich vier DRS-Zonen gab, unterstreicht die Dominanz der Bullen. Im umgebauten Streckenteil vorbei an den Kurven neun und zehn erreichten die Bullen eine durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit von 324 km/h, erzielten damit einen Zugewinn von 31 km/h. Verstappens Spitzenwert lag sogar bei 33 km/h. Ferraris Zugewinn betrug an derselben Stelle lediglich 25,5 km/h im Schnitt, Mercedes erreichte zwar eine höhere Einfahrtsgeschwindigkeit, konnte aber bloß 23 km/h durch das Öffnen der Heckklappe dazugewinnen. Die Topspeed-Wertung hat aber Haas mit 325,5 km/h für sich entschieden. 

Trotzdem ist die Konkurrenz zuversichtlich, schließlich folgen in den nächsten Monaten Strecken, auf denen die Höchstgeschwindigkeit nicht so entscheidend ist. "Wir haben gehofft, es mehr kompensieren zu können, aber die Lücke war auch schon einmal größer", meinte etwa Vasseur. Allerdings steigt das nächste Rennen auf dem schnellen Stadtkurs von Baku in Aserbaidschan. 

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