Konkursantrag für daily: 3.300 Mitarbeiter zittern

Der Kreditschutzverband (KSV) 1870 macht dem Ringen um die angeschlagene Drogeriemarktkette dayli ein Ende und bereitet einen Konkursantrag vor. Die dayli-Pleite würde rund 3.300 Beschäftigte in Österreich treffen.

Der Kreditschutzverband (KSV) 1870 macht dem Ringen um  die angeschlagene Drogeriemarktkette dayli  ein Ende und bereitet einen Konkursantrag vor. Die dayli-Pleite würde rund 3.300 Beschäftigte in Österreich treffen.

Wenn bis Donnerstag kein Insolvenzantrag des Unternehmens selbst vorliege, werde eine große Lieferantengruppe den Konkursantrag einbringen, gab der KSV1870 am Mittwochnachmittag bekannt. "Der Betrieb der Drogeriekette wird ohne Rücksicht auf die seit Wochen nicht mehr bezahlten Lieferanten und die seit Ende Juni nicht bezahlten Dienstnehmer fortgesetzt", kritisieren die Kreditschützer.

Nach Schätzung des KSV1870 kostet der Betrieb der noch bestehenden 783 österreichischen dayli-Filialen pro Arbeitstag rund eine halbe Mio. Euro nur an Personal- und Sachaufwand, also ohne Wareneinsatz gerechnet. Keine guten Nachrichten für Boss Rudolf Haberleitner. Erst kürzlich.

"Jeden Tag wird Geld verbrannt"

Der Verband vertrete 15 Lieferanten, die Außenstände von über drei Millionen Euro hätten. Insgesamt schätzt der KSV die offenen Forderungen aller Lieferanten auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Der KSV werde in Vertretung seiner Kunden noch bis morgen 13:00 oder 14:00 Uhr zuwarten, ob bis dahin der angekündigte Antrag auf ein Sanierungsverfahren von dayli einlangt. Wenn nicht, werde der Konkursantrag eingebracht, hieß es.

Man hoffe aber weiterhin, dass dieser kommt, weil es für alle Betroffenen besser wäre. Ein längeres Zuwarten sei den Gläubigern nicht zuzumuten, da jeden Tag Geld "verbrannt"werde. Aus Kontakten mit Mitarbeitern wisse man, dass auch diese endlich eine Klärung wünschten, so der KSV 1870.

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