Kontrolle im Gemeindebau: Niemand darf in die Stiege

Nachdem ein mutmaßlicher IS-Attentäter in Simmering ausfindig gemacht wurde, wird das Gebäude nun genau kontrolliert.

Vor 20 Jahren kam der Verdächtige (42) als Flüchtling in Europa. Er studierte an der TU, heiratete und bekam fünf Kinder mit seiner Frau. Er schien ein unscheinbares Leben zu führen, doch im Oktober vergangenen Jahres soll er Anschläge auf ICE-Züge zwischen Nürnberg und München verübt haben. Glücklicherweise wurde bei den Attacken niemand verletzt. "Heute.at" berichtete.

Am Tatort fanden die Ermittler ein Bekennerschreiben, in welchem sich der Täter auf den IS bezieht. Das Schreiben führte die Behörden nach Wien, genauer gesagt nach Simmering. In einem Gemeindebau konnten die Ermittler den Verdächtigen am Montag festnehmen.

Verdächtiger zeigt sich geständig

Derzeit patrouillieren mehrere Beamte vor dem Stiegenhaus, in dem der mutmaßliche Terrorist wohnte. Alle Bewohner werden streng kontrolliert. Fremde Personen dürfen das Gebäude derzeit nicht betreten.

Der 42-Jährige gestand mittlerweile die ihm vorgeworfenen Taten, wie eine Rechtssprecherin gegenüber "heute.at" mitteilte. Jedoch bestreitet er etwaige Verbindungen zum IS.

Nun droht dem Verdächtigen eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann wird der terroristischen Straftat und des versuchten Mordes beschuldigt. Hinzu kommt die schwere Sachbeschädigung sowie die Mitgliedschaft bei einer terroristischen und kriminellen Vereinigung.

(slo)

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