Knapp ein Jahr nach dem Todesschuss vor dem Wiener Café Blanco suchen die Hinterbliebenen nach dem Mörder – obwohl ein Verdächtiger in Haft sitzt.
"Wir, die trauernde Familie und Freunde von Igor, bitten Sie um Ihre Hilfe. Jeder Hinweis zur Tat kann hilfreich sein" – dieses Plakat sorgt nun in der Wiener Brigittenau für Aufsehen.
Fast genau ein Jahr nach einem aufsehenerregenden Mord auf offener Straße nehmen die Hinterbliebenen von Igor Z. die Ermittlungen offenbar selbst in die Hand.
Dabei hat sich noch am Tag der Tat Shkelzen D. (28) der Polizei gestellt – und zu Protokoll gegeben: !Ich habe die Scheiße da gerade gemacht auf der Jägerstraße. Ich wollte das nicht.! Dann wurde die Causa mysteriös: An den Händen des Verdächtigen – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – wurden keine Schmauchspuren gefunden. Ein Gerichtsgutachter schloss ihn als Schützen aus.
Unerwartete Wendung
Im November dann der Knalleffekt: Alle acht (!) Geschworenen sprachen ihn bei seinem Mordprozess frei. Richter Georg Olschak setzte das Urteil aus – am 1. März steht Shkelzen D. daher erneut vor Gericht. Laut "Heute"-Infos soll dort ein Handyfoto vom Tatort seine Unschuld beweisen.
Ein Zeuge hat es aufgenommen, der Schütze am Bild kann aufgrund der Körpergröße aber kaum Shkelzen D. sein. "Die Polizei hat die Fotos allerdings nie in den Akt gelegt", wundern sich die Top-Anwälte Philipp Wolm und Werner Tomanek.
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