Kopfschuss: Täter immer bewaffnet

Nach dem Kopfschuss auf offener Straße gab der Verdächtige jetzt seine Version zu Protokoll.

Wie berichtet, endete am Ostersonntag ein Streit um eine Frau in Wien-Brigittenau tödlich.

Laut Zeugen verlief das Treffen des gebürtigen Kosovaren Shkeizen D. (27) mit einem Bosnier (26) im Café Blanco anfangs ruhig. Dann aber gingen beide Männer hinaus auf die Jägerstraße.

Und dort wurde die Aussprache zum Kriminalfall: "Er hat mir einen Faustschlag ins Gesicht verpasst", so Shkeizen D. im Polizeiverhör: "Ich wollte ihn mit meinem Pfefferspray abwehren, habe aber nicht getroffen. Da wollte ich ihn mit meiner Pistole schlagen. Aber plötzlich kam ein Schuss."

Mit Gehirnaustritt starb der Bosnier noch am Asphalt.

Für Verteidiger Philipp Wolm ist die Unfallversion des Schützen prozesstauglich: "Mein Mandant wurde bei der Auseinandersetzung selbst so verletzt, dass er im Arrest behandelt werden musste. Und er hat sich sofort selbst gestellt."

Aber wieso hatte Shkeizen D. eine Pistole dabei? Anwalt Wolm: "Er war Türsteher in einer Tschetschenen-Disco." Also immer in Gefahr.

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