Vor Gericht in St. Pölten standen sich jetzt ein Ex-Angestellter (28) und sein Chef (38) gegenüber: Der 28-Jährige hatte im Haus des Unternehmers eingebrochen und dafür einen Kopfschuss kassiert.
Die Folgen der schweren Schädelverletzungen bei Daniel E. (28) sind noch sichtbar, demnächst muss er auf Reha und dann vermutlich in den Häfen. Denn der Ex-Mitarbeiter hatte im Mai 2015 im Haus seines Chefs in Zwentendorf (Tulln) eingebrochen. "Ich habe zuerst einen Warnschuss abgegeben, dann schrie ich laut und dann zielte ich auf den Schatten", so Schütze Daniel K. (38) vor Gericht. Das Projektil prallte vom Stiegengeländer ab und bohrte sich in die linke Schädelhälfte von Daniel E.
Der 38-Jährige rief sofort den Notarzt. Auch ein Gutachten untermauert diese Angaben. "Ich habe mir den Schlüssel fürs Haus vom Schlüsselkastl der Firma geholt und bin dann ins Haus eingebrochen. Warum, weiß ich nicht mehr", gestand Daniel E. Laut Gutachten hatte er Cannabis und Valium intus. Urteile: Freispruch für den Schützen, ein Jahr teilbedingte Haft (sechs Monate davon unbedingt) für Daniel E. (nicht rechtskräftig).