Welt

Kosovo-Soldaten wieder zuhause!

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:43

Sieben der elf verletzten österreichischen KFOR-Soldaten wurden am Mittwoch in der Heimat empfangen. Die erste Bundesheermaschine aus dem Kosovo landete um 13.45 Uhr am Militärflughafen Hörsching, die zweite C-130 Hercules folgt um etwa 17.15 Uhr.

Wie berichtet, wurden mehrere Soldaten bei Zusammenstößen im Kosovo verwundet. Korporal Manuel S. (24) aus Mehrnbach (OÖ) wurde an der Lunge so schwer verletzt, dass er nach der Behandlung im US-Camp "Bondsteel" in Dienstagnachmittag erwachte der schwer verletzte Soldat aus dem Koma und meldete sich telefonisch bei seinem Vater. Die erlösende Botschaft für die Familie kam mit leiser Stimme: "Papa, ich hab's überstanden", habe sein Sohn geflüstert, erzählt Johann S. (54) im exklusiven Heute-Gespräch.

Für das Wohl der Verwundeten bei der Rückreise wurde gesorgt: "An Bord der Maschine ist ein Sanitätscontainer, also praktisch eine fliegende Intensivstation", erklärte Verteidigungsminister Norbert Darabos.

Er sieht die Schuld für die . "Die Hooligans kommen aus Serbien oder Bosnien und eskalieren die Situation. Dabei setzen sie auch selbst gebastelte Granaten mit Splitterwirkung ein. Wir werden der Gewalt aber nicht weichen, sondern die Unruhestifter isolieren", so Minister Darabos.

Weiterhin Blockaden gegen KFOR

Indes halten Kosovo-Serben im Norden des Landes weiterhin mehr als 20 Barrikaden aufrecht. Der serbische Staatspräsident Boris Tadic hatte am Dienstag seine Landsleute zur Beseitigung der seit Monaten gegen die internationale Schutztruppe KFOR verteidigten Barrikaden aufgefordert. "Die Barrikaden tragen nicht zur Verteidigung der nationalen serbischen Interessen bei. Ganz im Gegenteil gefährden sie diese", erklärte er. Durch die Straßensperren rücke der für Anfang Dezember angestrebte EU-Kandidatenstatus in immer weitere Ferne.

"Weder können noch wollen wir dem Volk sagen, dass es die Blockaden beseitigen soll", sagte hingegen der Bürgermeister der Stadt Mitrovica, Krestimir Pantic, der Belgrader Zeitung Politika. Auch andere Serbenführer lehnten die Tadic-Forderung mit der Begründung ab, dieser habe die Straßensperren bisher als legitimes Protestmittel unterstützt.

Die Serben in Nordkosovo hatten im Gegenteil im Ort Jagnjenica eine neue Barrikade errichtet und eine zweite mit Beton verstärkt. Das hatte die KFOR-Truppe nach eigener Ankündigung mit allen Mitteln verhindern wollen. Die von der NATO geführten Soldaten griffen dann aber doch nicht ein.

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