Viel teurer als geplant! Statt den veranschlagten 22,7 Millionen Euro kommt die Sanierung der meist befahrenen Brücke Österreichs nun auf geschmalzene 51 Millionen Euro. Die Kosten explodierten um fast 125 Prozent. Ende Februar werden die Arbeiten wieder aufgenommen, im August soll die Praterbrücke dann fertig sein.
Die Kosten für die Generalsanierung der Praterbrücke explodieren. Zu Beginn des Megaprojekts schätzte die Asfinag die Kosten noch auf 22,7 Millionen Euro. Von da an ging es steil nach oben: 2013 wurde krebserregendes Asbest im Anstrich des Stahltragwerkes gefunden, die Kostenschätzung wurde angehoben. Doch auch die damals veranschlagten 33 Millionen Euro konnten nicht eingehalten werden. Die Kosten stiegen abermals auf 47 Millionen Euro. Doch die Sanierung wird noch teurer, so Asfinag-Geschäftsführer Gernot Brandtner zu ORF Wien. "Wir erwarten aus heutiger Sicht 51 Millionen Euro Gesamtprojektkosten", so Brandtner im Interview. Ein Grund: Die Stahlplatte unter der Fahrbahn musste verstärkt werden.
Aufgrund der Kostenexplosion war es zum Streit zwischen der mittlerweile insolventen Baufirma GLS und der Asfinag gekommen. Laut ORF wird die Firma die derzeit ruhenden Arbeiten an der Praterbrücke aber Ende Februar wieder aufnehmen. Die Erneuerung der Praterbrücke der Wiener Südosttangente (A23) bleibt damit laut Asfinag im Zeitplan. "Die Sanierung wird dann Ende August komplett abgeschlossen sein", erklärt Brandtner.