Ein neues Hallenbad steht bereits seit Längerem auf der Polit-Agenda in Krems: Die in die Jahre gekommene Badearena solle neu gebaut werden, im April 2022 stellte man das Projekt erstmalig vor. Der ursprüngliche Zeitplan beinhaltete einen Baustart im Herbst 2023.
Doch jetzt – im Herbst 2023 – ist man von einer Baustelle noch weit entfernt. Der Grund: Der erste Entwurf sprengte aufgrund der massiven Preiserhöhungen bei Baustoffen und Energie sämtliche Rahmen. Auf 41 Millionen Euro sei man laut kolportierten Schätzungen zwischenzeitlich angekommen gewesen.
SPÖ-Bürgermeister Reinhard Resch zog die Reißleine und verpasste dem Projekt "Badearena NEU" ein Preis-Limit von 38 Millionen Euro. Mit dieser Zahl geht man nun erneut ins Planen und Tauziehen, wie die Stadt jetzt bekanntgab.
"Die Stadt Krems hat mit dem Generalplaner die weitere Vorgehensweise zur Errichtung des neuen Hallenbades vereinbart. Derzeit werden die nach einer Analyse der Kostensteigerungen erarbeiteten Maßnahmen für Kosteneinsparungen in der Konstruktion in die Entwurfsplanung eingearbeitet", heißt es seitens des Magistrats.
Bis Ende des Jahres soll ein "Entwurf 2.0" stehen, erst dann will man Geld zählen und sich ansehen, welches Budget zur Verfügung stehen müsste, um das neu geplante Hallenbad zu verwirklichen.
Und erst dann soll auch entschieden werden, OB das Projekt realisiert wird. Vorausgesetzt, die Kosten sind im Rahmen, könnte im April 2024 mit den Bauarbeiten begonnen werden. "Der alte Garderobentrakt bei der Sporthalle wird für die Baustelleneinrichtung und die Errichtung des Baustellencontainer-Dorfes abgerissen. Das Restaurant im bestehenden Hallenbad bleibt bis Ende Oktober 2024 geöffnet und wird danach abgerissen, um die Baustelleneinfahrt auch von Norden her zu öffnen. Der Zugang zum alten Hallenbad wird neugestaltet, dieses bleibt während der gesamten Bauzeit der Badearena NEU geöffnet", heißt es zum genauen Zeitplan seitens der Stadt.
Die bauliche Fertigstellung könnte schließlich zu Weihnachten 2025 erfolgen, eine feierliche Eröffnung ist für den 1. Mai 2026 geplant. Über alle anstehenden Entscheidungen soll jedenfalls transparent informiert werden, heißt es in einer Aussendung der Stadt.