"Kraaachtung" vor Krähenattacken in Wien

Die Krähen-Eltern beschützen ihre Jungen.
Die Krähen-Eltern beschützen ihre Jungen.Bild: imago stock & people

Rund 3.000 Krähen-Brutpaare gibt es in Wien, jetzt haben sie ihre Jungen. Wer sich ihnen nähert, muss mit Gekreische – oder schlimmerem – rechnen.

Kopf einziehen, nicht herumfuchteln, weitergehen: So sollte man sich am besten verhalten, wenn man derzeit an einem Krähennest vorbeigeht.

Denn: Die rund 3.000 Wiener Kräheneltern haben vor kurzem Junge bekommen, die jetzt ihre ersten – meist noch ungeschickten – Ausflüge aus dem Nest wagen. Und das unter den wachsamen Augen vom Mama und Papa Krähe: "So wie wir menschen auch, beschützen Krähen ihre Nachkommen", schildert Gabor Wichmann, Chef von BirdLife Austria. "Wenn sich dann Menschen nähern, fühlen die Krähen-Eltern sich und ihre Jungen bedroht und versuchen, die Bedrohung zu vertreiben. Dadurch fliegen sie sehr nah an die Passanten heran und die glauben dann, dass das eine Attacke ist. Dabei versuchen sie nur, die Menschen zu vertreiben", so Wichmann.

In den meisten Fällen bleibe es bei "Scheinangriffen", die durch lautes Krächzen begleitet werden, so der Experte. Zu wirklichen Verletzungen von Menschen käme es kaum. "Wenn Krähen auf jemanden zufliegen, sollte man nicht versuchen, sie zu vertreiben oder nach ihnen zu schlagen. Das einfachste und beste ist, sich ruhig vom Standort des Nests oder des Jungtieres zu entfernen."

So schlimm wie im Hitchcock-Meisterwerk "Die Vögel" ist es in Wien aber nicht:

(ck)

Von der Aaskrähe gibt es in Wien zwei Unterarten: die Rabenkrähe (ganz schwarz) und die Nebelkrähe (mit grauem Rücken und Bauch, schwarzen Flügeln und Kopf). Die Saatkrähe (ganz schwarz, mit spitzerem hellgrauem Schnabel) ist als Brutvogel in Wien ungleich seltener – nur etwa 60-80 Brutpaare gibt es an wenigen Plätzen.
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