Krabbelstube statt der Oma

Kinderbetreuung muss immer flexibler sein, damit Eltern den täglichen Spagat zwischen Beruf und Familie schaffen können. Niederösterreich setzt dabei auf Tagesmütter. Mit unseren Förderungen schaffen wir optimale Bedingungen für eine Familiengründung, sagt Landesrätin Mikl-Leitner.

Mit einer Beschäftigungsquote von 75 Prozent bei den Müttern liegt Niederösterreich im Spitzenfeld Österreichs. Wohin aber mit den Kindern, wenn man selbst zur Arbeit hetzt?

Wir betreuen in Niederösterreich 50.000 Mädchen und Buben in den Kindergärten. 5000 davon sind unter drei Jahre alt, erklärt Landesrätin Mikl-Leitner. Insgesamt stehen den Kleinsten 12.000 neue Plätze zur Verfügung. Das Angebot für Unter-Dreijährige liege damit über den geforderten 33 Prozent.

Die SP  pocht aber auf eine bessere Kleinkinderbetreuung. Als Vorzeigeprojekt nennt Landes-Vize Josef Leitner das Kinderhaus der Volkshilfe in St. Pölten. Hier werden Kinder ab dem ersten Lebensjahr betreut und das Montag bis Freitag von 6.30 bis 19 Uhr. Die Nachfrage ist groß, die Warteliste lang.

Dass am Nachmittag Plätze fehlen, will Mikl-Leitner aber nicht so stehenlassen. Manchmal fehle einfach die Nachfrage. Wir haben als einziges Bundesland gesetzlich verankert, dass der Kindergarten ab einem Bedarf von drei Kindern am Nachmittag geöffnet haben muss, und zwar so lange, wie dies die Eltern brauchen, erklärt sie. So haben 80 Prozent der Kindergärten nachmittags geöffnet.

Außerdem spielen die 1500 Tagesmütter eine große Rolle. Mikl-Leitner: Wir wissen, dass 100 Prozent der Eltern, die ihre Kinder in der Obhut einer Tagesmutter haben, mit dieser auch zufrieden sind. Neu: Seit heuer können Eltern die Kosten für die Betreuung (bis zu 2300 Euro) von der Steuer absetzen.

Elisabeth Czastka

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