Nachdem in diesem Jahr bereits zehn Menschen in Kärnten bei Perchtenumzügen verletzt worden waren, gab es eine lebhafte Diskussion über die möglichen Gefahren solcher Brauchtumsveranstaltungen. Jetzt wehren sich die Krampusse aber selbst gegen die, wie sie es empfinden, einseitige Berichterstattung durch die Medien. Mit einem eigenen Protestmarsch am Freitagabend in Klagenfurt wollen die Perchten beweisen, dass derartige Umzüge durchaus sicher seien könnten.
Protestmarsch soll ein Zeichen setzen
Mit dem Marsch durch Klagenfurt wollen die Organisatoren des Protests, Rene Rückenbaum, seines Zeichens Obmann der Kärntner See-Bergteifl und Michael Kitz von den Brückler Bergteufel vor allem auf die, ihrer Meinung nach, falsche Berichterstattung zum Thema Perchtenläufen hinweisen.
Die beiden stören vor allem Zeitungsartikel die "Krampusse als Leute darstellen, die nur besoffen durch die Gegend laufen und Zuschauer attackieren." Das Fehlverhalten von wenigen unverantwortlich agierenden Kramperl werde von den Medien als Vorwand genutzt um die gesamte Branche zu diskreditieren.
Verhüllungsverbot gilt auch für Protestmarsch
Bei ihrem Protestmarsch werden die Brauchtumspfleger allerdings auf ihre gewohnten Larven (Krampusmasken Anm.) verzichten müssen. Diese dürfen sie höchsten unter dem Arm mitführen, tragen dürfen die Perchten ihre Masken allerdings nicht, da sie dadurch gegen das Verhüllungsverbot verstoßen würden. (mat)