Kranke Hundewelpen verkauft

Bild: Harald Dostal

Weil sie kranke Welpen verkauft, so rund 11.000 Euro ergaunert haben sollen und sich weigerten ihre Handys für Ermittlungen herzugeben, wurden eine 53-jährige gebürtige Deutsche aus Rohrbach und ihr Mann (44) heute in Linz zu Haftstrafen verurteilt.

Laut Anklage verkauften die Frau und ihr 44-jähriger Mann 16 Mal kranke Hunde, einige der Tiere starben kurz nach der Übergabe. Auch um die eigenen Vierbeiner soll sich das Paar nicht gekümmert haben: 55 Hunde, zwei Katzen, drei Pferde und vier Schildkröten lebten bei ihnen am Hof, sollen falsches Futter und zu wenig Pflege bekommen haben. Ein Welpe wurde laut Anklage sogar ohne Nahrung in den Wäscheschrank eingesperrt.

Mitarbeiter der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" meldeten die Vorgänge am Hof der beiden schließlich der Polizei. Das Paar weigerte sich allerdings die Handys für Ermittlungen herzugeben, verhinderte so, dass weitere Opfer ausgeforscht werden konnten.

Urteil

Heute wurde die Frau zu 18 Monaten unbedingt verurteilt, der 44-Jährige zu 8 Monaten bedingt und vier Monaten unbedingt. Erschwerend wirkte, dass das Paar bereits wegen ähnlicher Delikte vor Gericht gestanden und verurteilt worden war. Mildernd war das Geständnis der beiden, wobei die Frau erst zur Richterin meinte: "Aber eine Tierquälerin bin ich nicht."

Die Urteile sind rechtskräftig, die Tiere wurden dem Paar abgenommen.

 

 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen