Krankenkasse-Brust platzt 2 Mal: Frau überlegt Klage

Der Traum vom optimalen Busen wurde für eine 33-jährige Niederösterreicherin auf schmerzhafte Weise wahr. Zwei Mal erlitt sie eine Implantatruptur, will jetzt sogar die Ärztin klagen.
Der Wunsch einer Brustvergrößerung von Körbchengröße A auf C wurde einer arbeitslosen Frau aus NÖ bewilligt, doch der Traum platzte gleich zwei Mal.

Die damals 26-Jährige hatte auf Kosten der Krankenkasse kostengünstige Silikon-Implantate bekommen, die Operation im Melker Spital glückte. Knapp vier Jahre später erlitt sie eine sogenannte Implantatruptur im Bereich der linken Brust, bekam ein bau- und firmengleiches Ersatzimplantat. Zwei Jahre später ereilte die Frau dasselbe Schicksal. Im Herbst 2018 bekam sie andere Implante und die Brust wurde, auf Wunsch der Patientin, im St. Pöltner Uni-Klinikum noch ein wenig größer gemacht.

Klage gegen Ärztin?

Nun warf die mittlerweile 33-Jährige der Erstoperateurin vor, nicht ordentlich aufgeklärt worden zu sein. Denn sie hätte damals Implantate minderer Qualität bekommen – da die Eingriffe und der Heilungsverlauf verständlicherweise stets mit Schmerzen verbunden waren, überlegt die 33-Jährige eine Klage gegen die Operateurin aus 2012 und 2016 (Anm.: die besagte Ärztin wechselte in eine Privatpraxis).

Laut Expertise konnte kein medizinisches Fehlverhalten festgestellt werden. Die 33-Jährige wandte sich an Patientenanwalt Gerald Bachinger: „Auch eine Routine-Operation birgt natürlich Gefahrenpotenzial. Die billigen Implantate haben fragwürdige Qualität, sind aber CE-zertifiziert. Ich kann auch keinen Ärztefehler entdecken, es ist eher eine Frage der Produkthaftung."

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Autor: J. Lielacher
(Lie)

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