Krankenkassen der EU-Länder schulden uns 250 Mio.

Die Krankenkassen klagen über eine schlechte Zahlungsmoral von Patienten aus anderen EU-Ländern bzw. deren Sozialversicherungen. Für ihre medizinische Behandlung in Österreich belaufen sich die Außenstände auf fast eine Viertelmilliarde Euro. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger will jetzt Druck machen.

Laut Zeit im Bild am Karfreitagabend sind im Vorjahr 340.000 andere EU-Bürger bei uns behandelt worden – um insgesamt 180 Millionen Euro. Egal, ob sie im Urlaub krank werden oder für eine Spezialbehandlung nach Österreich kommen, übernehmen ihre Sozialversicherungen üblicherweise die Rechnung. Vor allem drei Länder sind aber säumig: Rumänien, Bulgarien und Griechenland.

Die Griechen haben seit zwei Jahren gar nichts mehr überwiesen. Mit Rumänien und Bulgarien konnte man wenigstens Rückzahlungen paktieren, mit Griechenland ist bisher nicht einmal das erreicht worden.

McDonald haut auf den Tisch

Daher will der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald, den Druck auf europäischer Ebene erhöhen, um das Geld zurückzubekommen. Schützenhilfe erwartet er sich vom Sozial- und vom Finanzministerium.

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