Niels H. (41) ist bereits zu lebenslanger Haft wegen sechsfachen Mordes verurteilt worden. Jetzt soll er wieder auf der Anklagebank sitzen, diesmal wegen 97 weiterer Morde. Der ehemalige Krankenpfleger wird beschuldigt, in den deutschen Kliniken Delmenhorst und Oldenburg 62 und 35 Patienten getötet zu haben.
H. soll seine Opfer laut Anklage mit Medikamenten ermordet haben, die unter anderem Herzrhythmusstörungen verursachten. "Die Akten sind heute Morgen bei uns eingegangen", so Gerichtssprecher Michael Herrmann. Es handelt sich um zehn Umzugskartons. Es sei noch nicht klar, wann das Gericht über ein neues Verfahren entscheidet.
Akribische Ermittlungen
Als Motiv gilt die Inszenierung als Held. Mit den Medikamenten wurden Herz-Kreislauf-Stillstände ausgelöst, um die Patienten anschließend wiederzubeleben. Das kostete viele Menschen das Leben.
Die Morde sollen sich im Zeitraum zwischen den Jahren 2000 und 2005 abgespielt haben. Eine Sonderkommission exhumierte über 130 Leichen und prüfte alle Todesfälle an seinen Arbeitsplätzen.
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(lu)