Projekt mit sozialer Kraft

Krankenschwester lernt für Patienten Gebärdensprache

Das Projekt "Auf Augenhöhe" kommt Personen mit Beeinträchtigungen zugute. Weil für sie Krankenhausbesuche mit Kommunikationsbarrieren verbunden sind.

Niederösterreich Heute
Krankenschwester lernt für Patienten Gebärdensprache
Dr. Silvia Bodi kommuniziert per Gebärdensprache mit einer gehörlosen Mitarbeiterin, unterstützt durch die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Sarah Kaspar.
LGA / Spiess

Patientinnen und Patienten, die in ein Klinikum kommen, befinden sich in einer Ausnahmesituation. Für Personen mit Beeinträchtigungen sind Krankenhausbesuche besonders stressig und aufwendig, weil es zahlreiche Kommunikationsbarrieren gibt.

Deswegen läuft in den Landeskliniken Wiener Neustadt und Hochegg ein erfolgreiches Projekt, das als Vorbild für die gesamte Region gilt.

"Laufende Barrierenreduzierung"

Der Abbau von Barrieren für beeinträchtigte Menschen wird in beiden Häusern gelebt. Dr. Silvia Bodi, Geschäftsführerin der Gesundheit Thermenregion, betont: „Es liegt uns am Herzen, alle Patientinnen und Patienten sehr gut zu betreuen. Daher ist es wichtig, Barrieren laufend zu reduzieren und so die bestmögliche Versorgung für alle sicher zu stellen. Wir arbeiten deshalb in der gesamten Region laufend an Verbesserungen und Modernisierungen."

Vorreiterin

Die Idee fußt auf einer Initiative der Diplomierten Gesundheitskrankenpflegerin Sarah Kaspar. Sie rief im Jänner 2021 das Projekt "Auf Augenhöhe" ins Leben und stellte es in den Landeskliniken Wiener Neustadt und Hochegg auf die Beine. Kaspar betont: "Früher war ich in Wiener Neustadt Diplomierte Gesundheitskrankenpflegerin. Daher verfüge ich über medizinisches Fachwissen. Nachdem ich begonnen habe, Gebärdensprache zu lernen und mir die Community ihre Barrieren im Gesundheitswesen geschildert hat, entstand der Wunsch, dieses Problem zu lösen."

Kombination von Sprache und Beruf

Kaspar führt weiter aus: "Ich wollte beide Bereiche – Gebärdensprache und meinen Beruf – miteinander kombinieren. Ich habe mit vielen betroffenen Patientinnen und Patienten gesprochen und mich über diverse Barrieren informiert. Mein Wunsch ist es, diese möglichst zahlreich abzubauen. So ist dieses Projekt entstanden.“

"Auf Augenhöhe"

Durch das Projekt "Auf Augenhöhe" konnten bereits erste Barrieren abgebaut werden. So steht Sarah Kaspar in den Kliniken Hochegg und Wiener Neustadt als Gehörlosenansprechperson zur Verfügung. In den Kliniken liegen auf den Abteilungen Piktogramm-Mappen und Übersetzungshilfen in zahlreichen Sprachen auf, um sprachliche Barrieren zu reduzieren.

Telefondolmetscherdienst und Gebärdensprachenkurse

Auf der Homepage des Landesklinikums Wiener Neustadt wurde ein Telefondolmetscherdienst für die leichtere Terminvereinbarung für gehörlose Patientinnen und Patienten eingerichtet. Es werden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gebärdensprachenkurse und andere Fortbildungen zum Thema angeboten. Dr. Silvia Bodi: "Die Initiative von Sarah Kaspar war ein erster, wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das Projekt wird in der gesamten Thermenregion schrittweise zur Umsetzung gebracht."

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    Reuters

    Auf den Punkt gebracht

    • In den Landeskliniken Wiener Neustadt und Hochegg läuft das erfolgreiche Projekt "Auf Augenhöhe", das Personen mit Beeinträchtigungen bei Krankenhausbesuchen unterstützt, indem es Kommunikationsbarrieren abbaut
    • Die Initiative der Diplomierten Gesundheitskrankenpflegerin Sarah Kaspar hat bereits erste Erfolge erzielt, wie die Bereitstellung von Gehörlosenansprechpersonen, Piktogramm-Mappen und Übersetzungshilfen
    • Das Projekt wird schrittweise in der gesamten Thermenregion umgesetzt
    red
    Akt.