Am 25. November hörte das Herz von Fußball-Ikone Diego Maradona zu schlagen auf. Der Argentinier wurde nur 60 Jahre alt. Der einst beste Kicker der Welt hatte schon länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, erst vor vier Wochen wurde ein Blutgerinnsel im Gehirn operiert.
Maradona konnte das Krankenhaus rasch wieder verlassen – vermutlich ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte. Eine Krankenschwester, die im Zuge der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft aussagen musste, verriet nun über ihren Anwalt verstörende Details über die letzten Tage des Superstars.
"Diego ist eine Woche vor seinem Tod in seinem Haus gestürzt und ist dabei auf den Kopf gefallen", erzählt Anwalt Rodolfo Baque im argentinischen Fernsehen. "Er ist zwar nicht auf die Seite gefallen, auf der vorher ein Blutgerinnsel entfernt wurde. Trotzdem hätte man einen Arzt rufen sollen. Das ist nicht passiert. Man hat ihn einfach aufgehoben und ins Bett gelegt."
Doch nicht nur das! "Er hatte einen Herzschlag von 115 pro Minute, am Tag vor seinem Tod waren es noch 109. Ein Mensch mit Herz-Problemen sollte auf keinen Fall mehr als 80 Schläge pro Minute haben. Aber Maradona bekam keine Tabletten, wurde nicht behandelt. Er hätte die besten Ärzte der Welt haben können, aber sie haben ihn dort einfach liegen lassen. Hätte man ihn in eine Klinik gebracht, würde er heute noch leben."
Tatsächlich wird bereits ermittelt. Im Visier: Leibarzt Leopoldo Luque. Ihm wird "fahrlässige Tötung" vorgeworfen. Maradonas Töchter sollen die Überprüfung des Mediziners gebeten haben. Auch sie sollen mit der Art und Weise, wie ihr Vater zuletzt in seiner Residenz behandelt wurde, nicht einverstanden gewesen sein.