Kraut wird eingehäckselt, Äpfel bleiben hängen

Eine gute Ernte auf der einen und die russische Importsperre auf der anderen Seite bringen die oberösterreichischen Bauern zunehmend in Bedrängnis. Die Gemüsebauern der efko-Genossenschaft haben die Krauternte auf rund zehn Hektar Fläche - insgesamt an die 600 Tonnen - eingehäckselt. Äpfel werden wegen der schlechten Preise nicht geerntet, sie bleiben hängen.

haben die Krauternte auf rund zehn Hektar Fläche - insgesamt an die 600 Tonnen - eingehäckselt. Äpfel werden wegen der schlechten Preise nicht geerntet, sie bleiben hängen.

Kraut wird in Oberösterreich auf rund 300 Hektar produziert, rund 40 Bauern sind hier aktiv. "Bei Kraut ist eine Handernte nötig, die macht 50 Prozent der gesamten Produktionskosten aus", so Genossenschafts-Obmann Walter Schiefermüller gegenüber den "Oö. Nachrichten". Beim Obst zahle die Industrie für Säfte oder Marmeladen nur vier Cent pro Kilo, die Erntekosten würden aber sieben bis acht Cent betragen. Sie würde den Verlust also noch weiter steigern.

Entschädigung zu wenig und zu spät

Das Kraut musste vor den Augen der Kontrolleure der Agrarmarkt Austria (AMA) vernichtet werden, um am Entschädigungsprogramm der EU teilnehmen zu können. "Das ist aber nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein", so Schiefermüller. "Ich rechne vielleicht mit 100 bis 200 Euro je Hektar." Das Geld würde zudem erst im Sommer 2015 überwiesen.

Während Kraut rasch entfernt werden muss, weil es den Boden zu sehr belasten würde, können Äpfel als Dünger liegen bleiben. Betriebsfremde Personen - etwa für soziale Zwecke - ernten zu lassen, ist aus Haftungsgründen problematisch.

Zuletzt hatte ÖVP-Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter die Österreicher dazu aufgerufen, und Gemüse zu essen.

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