Kreiszahl Pi auf 62,8 Billionen Stellen berechnet

Schweizer Forschende haben einen neuen Pi-Rekord aufgestellt. Sie berechneten die Kreiszahl auf 62,8 Billionen Stellen in über 100 Tagen. 

7817924264 – das sind die letzten bekannten Ziffern von Pi. Berechnet wurden sie in der Schweiz und zwar an der Fachhochschule Graubünden. Der Pi-Rekord umfasst nun 62.831.853.071.796 Stellen. Bisher waren nur 50 Billionen Stellen von Pi bekannt. Dieser wurde 2020 vom Amerikaner Timothy Mullican in Huntsville, Alabama aufgestellt.

Die Berechnungen wurden mithilfe eines Hochleistungscomputers gemacht. Um Pi im Billionenstellen-Bereich zu berechnen, seien enorm hohe Speichermengen (RAM und Auslagerungsspeicher) notwendig, heißt es auf der Website der Fachhochschule Graubünden. So kamen insgesamt ein Terabyte (TB) Arbeitsspeicher und 38 Festplatten mit je 16 TB Speicherplatz (Total 510 TB) zum Einsatz. Die Prozessorenleistung sei bei dieser Art von Berechnung zweitrangig, schreiben die Zuständigen.

Leistung wie ein Föhn

Zur Berechnung der 62,8 Billionen Stellen brauchten die Schweizer Forschenden 108 Tage. Der Computer, der für die Berechnung gebaut wurde, verbrauchte samt Kühlung rund 1.700 Watt. Zum Vergleich: Ein Haarföhn leistet auf maximaler Stufe rund 2.000 Watt, schreibt die Fachhochschule Graubünden.

Die Berechnung lief seit dem 4. Mai 2021. Hinter dem Weltrekord steckt das Team des Zentrums für Datenanalyse, Visualisierung und Simulation (Davis) in Zusammenarbeit mit dem von der ETH betriebenen, nationalen Hochleistungs-Rechenzentrum (CSCS) in Lugano und dem Schweizerischen Institut für Allergie- und Asthmaforschung (Siaf) der Universität Zürich.

Methode von 1988

Die Zahl Pi ist wohl bei vielen noch aus der Schulzeit bekannt. Verkürzt kommt sie oft als 3,14 zum Einsatz. Pi gibt dabei das Verhältnis des Kreisumfangs zum Durchmesser an. Sprich: Der Umfang eines Kreises ist in etwa 3,14 Mal so lang wie sein Durchmesser. Bei Pi handelt es sich um eine irrationale Zahl, sie kann konvergiert, aber nie mit endgültiger Präzision dargestellt werden.

1988 haben die Brüder Chudnovsky einen Algorithmus zur Berechnung von Pi entwickelt. Aktuell handelt es sich bei der Chudnovsky-Formel noch immer um die effizienteste Methode, um Pi auf eine beliebige Anzahl Stellen zu berechnen, schreibt die FH Graubünden.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account 20 Minuten Time| Akt:
TechnikTechnologieInternet

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen