Der Sprecher der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, hat eine Konsultation zur Wiedereinführung der Todesstrafe in Russland gefordert. Die Duma sowie der russische Präsident Wladimir Putin sollen demnach den Antrag prüfen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, RIA Novosti, schreibt.
Der Abgeordnete der Staatsduma, Konstantin Zatulin, forderte am Dienstag inmitten der Schultragödie von Ischewsk die Parlamentarier auf, die Wiedereinführung der Todesstrafe in Russland für Terroranschläge gegen Kinder und Jugendliche zu diskutieren. Auch der Präsident, die Regierung und die Strafverfolgungsbehörden sollen dazu mit einbezogen werden.
Die Todesstrafe ist in Russland theoretisch legal, aber aufgrund eines Moratoriums nicht erlaubt, und seit dem 2. August 1996 wurden weder Hinrichtungen noch Todesurteile ausgesprochen oder vollstreckt.