Die Ermittlungen im Fall des Dramas in einem Kremser Supermarkt laufen auf Hochtouren. Heute soll darüber entschieden werden, ob eine Rekonstruktion der tödlichen Ereignisse am Tatort stattfindet. Laut Staatsanwaltschaft sei dies der Wunsch der beiden betroffenen Polizeibeamten.
Die beiden betroffenen Beamten wollen den Tathergang im Rahmen einer Rekonstruktion im Merkur-Markt beschreiben, sagte der Korneuburger Staatsanwalt Friedrich Köhl.
"Die Polizeibeamten haben gemeint, sie könnten den Tathergang aus ihrer Sicht am besten im Rahmen einer Rekonstruktion beschreiben. Es wird heute bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg entschieden werden, ob sie eine solche Rekonstruktion beantragen wird und auch, wann sie stattfinden wird", so Köhl.
Derzeit finden Gespräche zwischen dem ermittelnden Landespolizeikommando Oberösterreich und der Staatsanwaltschaft statt. Dabei wird auch entschieden, ob es weitere Einvernahmen der Beamten und des verletzten Burschen gibt.
Der Akt mit den Einvernahme-Protokollen der Polizistin und ihres Kollegen ist heute bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg eingelangt.
Zeugenbefragung brachte keine Erkenntnisse
Ein am heutigen Tag einvernommener Zeuge konnte indes nichts zur Klärung der Vorfälle beitragen. Der Mann soll auf dem Parkplatz des Merkur-Marktes mit den beiden mutmaßlichen Einbrechern gesprochen haben. Wie Heute berichtete, sollen Florian P. (14) und Roland T. (17) in der Nacht auf Mittwoch in den Supermarkt eingestiegen sein.
In der Filiale sollen sie zwei Polizisten mit einem Schraubenzieher und einer Gartenharke attackiert haben. Die Beamten feuerten daraufhin in Notwehr auf die vermummten Burschen - Florian P. wurde tödlich getroffen, Roland T. schwer verletzt.