Wie "20min" unter Berufung auf die deutsche "Bild" berichtet, hat sich Guido Maria Kretschmer während seines Urlaubs auf Sylt eine böse Infektion eingehandelt. Beim Spaziergang über eine Pferdewiese blieb er mit der Hand an einem Rosendorn hängen.
"Diese Blumen sind ja wie Krallen", erzählt Kretschmer der "Bild". "Ich rief: 'Aua!' Dachte, 'ist da jetzt ein Stachel drin oder nicht?' Natürlich habe ich sofort eine antiseptische Creme draufgetan." Das half aber nichts – wenig später lag er in der Notaufnahme.
Mitten in der Nacht wurde Kretschmer mehrmals wach, die Schmerzen wurden schlimmer. Am nächsten Tag suchte er einen Arzt auf, doch der konnte keinen Stachel finden und schickte ihn heim. Aber es wurde immer ernster: "Am nächsten Morgen war es dann schon ganz rot", erzählt Kretschmer. Beim Mittagessen mit Freunden fühlte er sich so schlecht, dass er dem Gespräch kaum noch folgen konnte.
"Das erste Mal in meinem Leben habe ich nichts mehr gesagt." Dazu kamen Konzentrationsprobleme und Schüttelfrost: "Plötzlich hatte ich das Gefühl, mir dreht einer das Licht weg. Der Körper schaltet einfach ab. Das ist lebensgefährlich. Das war so ein schreckliches Gefühl."
Er habe "rote Striche" bis zum Arm hoch gehabt. "Es war fünf vor zwölf, als ich in die Klinik kam", schildert Guido Maria Kretschmer weiter. "Ich hatte schon ziemlich hohe Entzündungswerte."
Im Spital wurde die Wunde an seiner Hand aufgeschnitten. Im Fieberwahn wusste Kretschmer nicht einmal mehr seine eigene Adresse. Acht Tage musste er in der Klinik bleiben, bekam eine Infusion mit starken Antibiotika. Sein Arm wurde eingegipst und hochgelagert.
Nach dieser Erfahrung war Kretschmer "völlig fertig", hat sogar einige Kilos verloren. "Ich habe davon ein Rosentrauma zurückbehalten", so Kretschmer. Die Rosen im eigenen Garten fasst er nicht mehr an – das macht jetzt der Gärtner. "Und wenn ich jetzt Rosen geschenkt bekomme, sage ich: 'Nee, vielen Dank!'" Mittlerweile geht es ihm wieder besser.