Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 2.200 Menschen an Bord ist am Dienstagmorgen vor der italienischen Küste bei Venedig gestrandet. Im Maschinenraum des Schiffes war gegen 4.00 Uhr ein Feuer ausgebrochen, das jedoch schnell gelöscht werden konnte, wie italienische Medien berichteten.
Keiner der rund 1.670 Passagiere und 600 Crew-Mitglieder wurden verletzt. Das Schiff "Zenith" der spanischen Reederei Pullmantur, einer Tochterfirma der US-Gruppe Royal Caribbean Cruises, konnte seine Fahrt nicht fortsetzen.
Die "Zenith", die 1992 von der Papenburger Meyer Werft gebaut wurde, soll den Berichten zufolge voraussichtlich in den Hafen von Venedig geschleppt werden. Das Schiff lag zunächst noch etwa 32 Kilometer vor der Stadt Chioggia, südlich von Venedig. Es sei in Ravenna gestartet und hätte um 8.00 Uhr in Venedig eintreffen sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.
Die MS Zenith hatte bereits im August 2009 gebrannt. Damals mussten Hunderte Passagiere das Kreuzfahrtschiff fluchtartig verlassen. Einige von ihnen sprangen sogar in Panik über Bord. Zwei Mitglieder der Besatzung erlitten Rauchvergiftungen und wurden ins Krankenhaus gebracht.
Und im letzten Jahr verursachte das Schiff einen Unfall: In der griechischen Hafenstadt Piräus prallte es beim Anlegen gegen den griechischen Kreuzer "Aegean Pearl". Die Bilanz: eine kaputte Reling an der "Pearl".
Im Jänner 2012 war vor der toskanischen Insel Giglio das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia havariert. 32 Menschen starben bei dem Unglück.