Ausnahmsweise ließen sie den Superkleber stecken: Aktivisten der Letzten Generation Österreich blockierten am Mittwoch den Frühverkehr in Innsbruck (T.), allerdings nicht wie gewöhnlich per Sitzblockade. Stattdessen griffen die Mitglieder der Protestbewegung zum Mittel des "Schneckenmarsches".
Die Gruppe bummelte im Schneckentempo über die Bachlechnerstraße und bremste den Berufsverkehr aus. Man sehe sich "zum friedlichen Widerstand gezwungen", da die Bundesregierung "die wissenschaftlichen Warnungen vor einer Klimakatastrophe weiter ignorieren". Die Teilnehmer des Protests fordern das Verbot neuer Öl- und Gasbohrungen, sowie Tempo 100 auf der Autobahn.
In einer Aussendung teilte die Gruppe mit, man finde es besonders "schockierend, dass Kanzler Nehammer die Prognosen der weltweit führenden Klimaforscher:innen als 'Untergangsapokalypsen' abtut" – eine Bezugnahme auf die Rede des Kanzlers Anfang März.
Die Klima-Kleber waren zuletzt wieder durch eines der Gesichter der Bewegung, "Klima-Shakira" Anja Windl, in die Schlagzeilen geraten. Der 25-Jährigen droht wie berichtet die Ausweisung aus Österreich.