Seit Wochen harren in Griechenland Tausende Flüchtlinge unter elenden Bedingungen aus. Besonders dramatisch ist die Lage auf der Insel Lesbos. Nun soll ein Schiff der griechischen Kriegsmarine Hunderten Notleidenden Unterkunft bieten.
Ein Wintersturm tobte am Wochenende auf der griechischen Insel Lesbos. Insgesamt 6.000 Migranten und Flüchtlinge sind dort untergebracht, 1.000 davon müssen in Zelten hausen. Um die Menschen aus ihrem Elend zu befreien und vor dem Erfrieren zu bewahren, hat Athen ein Schiff der Kriegsmarine dorthin entsandt.
Der Truppentransporter "Lesbos" soll auf der gleichnamigen Insel mehr als 500 Flüchtlingen Unterkunft bieten. Geladen hat das Schiff Heizlüfter, Decken und weitere Hilfsgüter.
Am Wochenende hatte es auf Lesbos fast ständig geschneit. Menschenrechtsorganisationen hatten beklagt, Griechenland sei auf den Kälteeinbruch unzureichend vorbereitet gewesen und habe Flüchtlinge zu unmenschlichen Bedingungen untergebracht.