Niederösterreich

Kriminalität in NÖ ging während Corona deutlich zurück

Die Zahl der Verbrechen ging in NÖ während Corona deutlich zurück. Das zeigte die Beantwortung einer Anfrage von FPÖ-Nationalrat Hannes Amesbauer.
26.11.2020, 21:27

Österreichweit verzeichnete die Polizei im ersten Halbjahr 2019 noch 238.830, heuer waren es mit 215.478 deutlich weniger. In Niederösterreich sank die Zahl von 32.318 auf 29.843. Damit liegt NÖ heuer im Bundesländer-Ranking bislang auf Platz 2 hinter Wien (75.058) und überholte Oberösterreich.

Der mit Abstand kriminellste Bezirk war heuer bislang Mödling (3.143 Verbrechen), gefolgt von Baden (2.879) und St. Pölten (2020). In der Landeshauptstadt stieg die Zahl der Verbrechen sogar leicht an (+ 5,8 Prozent). Die wenigsten Verbrechen passierten in Waidhofen an der Ybbs (189) und Waidhofen an der Thaya (232). Aufgeklärt wurde bislang etwas mehr als jedes zweite Verbrechen (55,3 Prozent), das in der ersten Jahreshälfte 2020 in Niederösterreich passiert ist. 

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Weniger Gewalt und Diebstahl

Die Zahl der Gewaltverbrechen wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger, auch die Vermögensdelikte gingen in Niederösterreich zurück. Die Zahl der Sexualverbrechen blieb hingegen insgesamt etwa gleich. Während es in den meisten Bezirken leichte Rückgänge bei den Sexualverbrechen gab, stiegen die Zahlen im Bezirk Baden (von 29 auf 75) und Scheibbs (von 13 auf 41) eklatant.

Die Freiheitlichen legten bei ihrer Anfrage an Minister Karl Nehammer vor allem Schwerpunkte auf Verbrechen, die durch Ausländer begangen wurden. Von insgesamt 56.243 ausländischen Verdächtigen in ganz Österreich waren 5.047 Asylwerber, außerdem 16.707 Erwerbstätige, 18.252 Arbeitslose und 6.290 Touristen. Die "Kriminellsten" waren nach den Einheimischen die Rumänen (6.226), gefolgt von den Deutschen (6.182), Serben (5.069), Türken (3.513), Ungarn (3.004) und Afghanen (2.524).