Mehr Mordversuche, Schwerpunkt auf "Messer"

Tödliche Messerattacke in Innsbruck: Die Zahl der Mordversuche sei 2019 angestiegen, so die Kriminalstatistik.
Tödliche Messerattacke in Innsbruck: Die Zahl der Mordversuche sei 2019 angestiegen, so die Kriminalstatistik.Bild: zeitungsfoto.at
Die Kriminalstatistik für das erste Halbjahr 2019 zeigt eine Zunahme von Mordversuchen. Ein "Schwerpunkt" ist das "Thema Messer". Und: In der Ausländerstatistik führen bei den Tatverdächtigen Deutsche vor Rumänen. Die Details hier.
Insgesamt bewegt sich die Zahl der (angezeigten) Straftaten von Jänner bis Juni 2019 in Österreich etwas über dem Niveau des Vorjahres, nämlich um 4,8 Prozent, heißt es in einer Meldung der APA. Es handelt sich vorerst noch um Rohzahlen, die überprüft werden müssen. Was sich aber abzeichnet: Markant dürften die Zahlen bei Mordversuchen, Messertaten und der Internetkriminalität gestiegen sein.

Bei Morden beziehungsweise "vollendeten Tötungsdelikten" ist demnach die Zahl in Österreich gleich geblieben und in Wien gesunken. Gestiegen sind aber Mordversuche, wird Franz Lang, stellvertretender Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium, zitiert. Absolute Zahlen werden allerdings noch nicht genannt. In Hinsicht auf die Ermordung mehrerer Frauen Anfang 2019 in Österreich und einer eingerichteten Screening-Gruppe werden noch weitere Ermittlungsergebnisse abgewartet. Ein "Schwerpunkt" der Gruppe sei das "Thema Messer", hieß es.



Straftaten im Internet steigen an

Deutlich angestiegen ist auch die pornografische Darstellung Unmündiger, der Internetbetrug wie Neffentricks und "Love-Scamming" sowie Angriffe auf Computersysteme. Die Aufklärungsquote über alle Straftaten gesehen liegt laut dem Bericht bei 51,7 Prozent, knapp über 159.000 Tatverdächtige sind heuer bereits ausgeforscht worden. Dabei soll es sich in 59 Prozent der Fälle um Österreicher handeln.

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Ausländer-Statistik bei Straftaten: Deutsche vor Rumänen



Bei den ausländischen Tatverdächtigen stellte die größte Gruppe offenbar die Deutschen dar (6.692), dahinter folgen Rumänien (6.689), Serbien (6.041), Türkei (4.125) sowie Afghanistan (3.414). Insgesamt erwarte man für Österreich 2019 ähnliche Anzeigen-Zahlen wie im Vorjahr. 2018 wurden seit 20 Jahren erstmals unter 500.000 Anzeigen verzeichnet. (rfi)

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