Krismer fordert 10 Prozent mehr Gehalt für Pflegekräfte

Krismer und eine Pflegerin in einem nö. Pflegeheim im Hintergrund (Montage)
Krismer und eine Pflegerin in einem nö. Pflegeheim im Hintergrund (Montage)Robert Newald / picturedesk.com, Grüne NÖ
Die NÖ-Grünenchefin Helga Krismer fordert 10 Prozent mehr Gehalt und 1000 Euro Freibetrag für Pflegekräfte „die uns durch die Krise tragen.“

In der Corona-Krise ging laut den niederösterreichischen Grünen eine massiv geforderte Gruppe bisher leer aus. Das, obwohl die Politik nicht müde werde, ihre Wichtigkeit zu betonen. Gemeint ist das heimische Pflegepersonal. „Ich fordere, dass die Wertschätzung für die enormen Leistungen des Pflegepersonals endlich in Zahlen gegossen wird,“ erklärt Helga Krismer. „So wichtig es ist, der Wirtschaft den Rücken zu stärken: die, die uns durch diese Krise tragen, bekommen noch immer gar nichts. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und sind oft am Ende ihrer Kräfte und Leistungsfähigkeit.“

Hilferufe, so die Grünen-Landessprecherin, gäbe es aus Kliniken und Einrichtungen in ganz Österreich längst zuhauf, etliche Einrichtungen müssten bereits Stationen oder ganze Abteilungen schließen oder herunterfahren. „Die Pfleger und Pflegerinnen brauchen mehr als Applaus und anerkennende Worte“, betont die Grünen-Chefin und legt Forderungen vor: „Ich verlange, dass alle Menschen in Pflegeberufen österreichweit umgehend ein zusätzlicher jährlicher Steuerfreibetrag von zumindest 1000 Euro zugestanden wird.“

"Gehaltserhöhung wäre einfach"

Darüber hinaus fordert die NÖ-Landesfraktionschefin in ihrem Bundesland eine sofortige Erhöhung der Gehälter für Pflegekräfte um 10 Prozent. In der nächsten Landtagssitzung wird dazu auch ein Antrag der Grünen eingebracht werden, kündigt Krismer an. „Das wäre rasch und einfach umsetzbar“, meint sie, zumal alle Kliniken und Krankenhäuser Niederösterreichs über die Niederösterreichische Landesgesundheitsagentur zentral verwaltet werden, „hat Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner es in der Hand, dies auf Knopfdruck zu veranlassen: In diesem Fall wäre der sonst oft kritisierte Zentralismus einmal sogar ein Segen.“

Ein derartiges Vorpreschen Niederösterreichs, hofft Krismer, würde nicht lange ein Alleingang bleiben: „Hier mit gutem Beispiel voranzugehen, wäre hochanständig – und ein Zeichen dafür, dass Pflege auch jene Wertschätzung bekommt, die ihr zusteht.“

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