Kritik an angeblichen AK-Broschüren auf Türkisch

"Türkisch hat hier nichts verloren", wettert FPNÖ-Chef Udo Landbauer. Er kritisiert Infomaterial der Arbeiterkammer in türkischer Sprache. "Gibt es keines", kontert die AK.

In der Aktuellen Stunde in der Landtagssitzung am Donnerstag will die FPÖ Niederösterreich unter Udo Landbauer die Arbeiterkammer Niederösterreich zum Thema machen.

Zu einer "Zuwandererkammer" sei sie geworden, kritisiert der Landesparteiobmann. In den letzten Jahren seien "Einladungen, offizielle Ausschreibungen und Informationsmaterial in türkischer Sprache" ausgegeben worden. "Die AK hat unsere Landsleute zu vertreten und die sprechen allesamt Deutsch. Türkisch hat hier nichts verloren", so Landbauer sauer.

AK NÖ dementiert

"Es gibt keine Druckwerke in ausländischen Sprachen. Keine", heißt es indes seitens der AK Niederösterreich auf "Heute"-Nachfrage.

Auch den Vorwurf der FPÖ, die Arbeiterkammer wolle in jedes Krankenhaus zwei Dolmetscher abstellen und das Sprachangebot neben Türkisch und Kurdisch auf Arabisch, Farsi und Dari ausweiten, dementiert die AK.

Was es sehr wohl gebe, seien Dolmetscher für beispielsweise Rechtsberatungen. Dort könnten Verständigungsprobleme immerhin beträchliche Konsequenzen haben.

Auch die Personalkosten der Arbeiterkammer Niederösterreich will die FPÖ bei der Landtagssitzung besprechen, wurde am Mittwoch angekündigt.

(nit)

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