Österreich

Kritik an der geplanten Islamistenschule in Wien

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:10

Nach dem Aus für die Montessori-Schule in der Prager Straße will der Verein "IBIKUZ" dort eine islamische Schule errichten. Die FPÖ wittert bei diesem Verein die Nähe zu radikalen Islamisten.

Nach dem Aus für die Montessori-Schule in der Prager Straße will der Verein "IBIKUZ" dort eine islamische Schule errichten. Die FPÖ wittert bei diesem Verein die Nähe zu radikalen Islamisten.

Direktor Josef Muhammad Lanzl betreibt bereits in Fünfhaus eine private islamische Volksschule. Lehrer für diese Schule suchte er damals unter anderem über die Homepage muslim-markt.de. Anforderung im Jobprofil: "Fähigkeit zur Stärkung einer kindgemäßen muslimischen Identität." Betrieben wird diese Plattform von den Brüdern Yavuz und Gürhan Özoguz.

Die beiden bezeichnen sich selbst als "fundamentalistische Islamisten", gelten als Holocaust-Leugner und Befürworter der Steinigung. Yavuz wurde bereits 2004 in Deutschland wegen Volksverhetzung verurteilt. Der Verfassungsschutz stuft sie als "extrem" ein.

FP-Bezirkschef Wolfgang Irschik ist empört: "Dem Direktor fehlt jegliches Bewusstsein für demokratische und moralische Grundprinzipien. Wir lehnen jede Unterstützung für IBIKUZ ab." Die FPÖ ist auch strikt gegen die beabsichtigte Vergrößerung des bestehenden Gebäudes auf 21 Meter. Direktor Lanzl selbst bezeichnet die Vorwürfe im "Heute"-Gespräch als "unfair". Jede weitere Stellungnahme zum Projekt lehnt er ab.

Robert Zwickelsdorfer

Jetzt E-Paper lesen