Der 63. Bambi Verleihung geht schon vor der dem Stattfinden ein Skandal voraus: Bushido soll eine der begehrten Statuen gewinnen - das stößt so manchem sauer auf. Bushido bekommt heuer einen Bambi für Intregration.
Der 63. Bambi Verleihung geht schon vor dem Stattfinden ein Skandal voraus: Bushido soll eine der begehrten Statuen gewinnen - das stößt so manchem sauer auf. Bushido bekommt heuer einen Bambi für Intregration.
Der Deutsch-Tunesier soll einen "wertvollen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis sozialer Gruppen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln" geleistet haben. Bushido, so heißt es weiter in der Begründung, setze sich ein gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft.
Gegner bringen ihre Meinung schnell auf den Punkt: Frauenfeindlichkeit und Homophobie strahle der Skandal-Rapper aus. Dass ein Musiker, der seit Jahren mit ebensolchen Texten auffällt, gewürdigt wird, hält sie für mehr als verwunderlich, so die deutsche Grüne Chefin Claudia Roth. "Dass er Frauen nur als 'Schlampen' bezeichnet und Botschaften wie 'Schwuchteln verkloppen' rappt, scheint den Burda-Verlag nicht zu stören."
Auch die Frauenrechtsorganisation "Terre des femmes" hat sich mit einem öffentlichen Brief gegen den Bushido-Bambi gestellt: "Wie kann ein Mann, der derart menschenverachtend über Frauen schreibt, als Vorbild für Integration gelten?" fragt Geschäftsführerin Christa Stolle. Sie wirft den Verantwortlichen vor, mit dieser Preisverleihung eine frauenfeindliche Einstellungen zu unterstützen und drängt darauf, die Nominierung zu überdenken.
Der Bambi ist ein deutscher Medienpreis. Die Jury besteht aus Hubert Burda und allen Chefredakteuren des Burda-Konzerns (Focus, Bunte, TV Spielfilm..). Preisträger 2011 sind unter anderem (TV-Ereignis des Jahres).