Nordkoreanische Hacker haben laut mehreren Krypto-Plattformen vermutlich digitale Währungen im Wert von mehreren hundert Millionen Euro gestohlen. Erste Hinweise deuten laut dem betroffenen Krypto-Anbieter LayerZero darauf hin, dass "ein hochentwickelter staatlicher Akteur, wahrscheinlich die Lazarus-Gruppe" aus Nordkorea hinter dem Diebstahl steckt.
Die Vereinten Nationen berichten, dass Nordkorea mit gestohlenen Kryptowährungen sein Atomprogramm finanziert. Der Vorfall hat sich am Samstag ereignet. Dabei wurden von der digitalen Krypto-Börse KelpDAO Kryptowährungen im Wert von 290 Millionen Dollar (etwa 247 Millionen Euro) gestohlen, wie das auf digitale Währungen spezialisierte Portal Coindesk berichtet.
Es handelt sich damit um den bislang größten Krypto-Raub im heurigen Jahr. "Das ist eindeutig das Werk der nordkoreanischen Lazarus-Gruppe. Keine andere Gruppe weltweit verfügt über das Fachwissen und die Schlagkraft, um einen solchen Hackerangriff durchzuführen", sagt der Krypto-Unternehmer Henri Arslanian.
Seit 2017 haben nordkoreanische Hacker laut den Vereinten Nationen bereits digitale Währungen im Wert von mehr als drei Milliarden Dollar (rund 2,55 Milliarden Euro) erbeutet. Das Geld wird unter anderem dazu verwendet, das Atomprogramm des kommunistischen Landes zu finanzieren.