Küchenhilfe krank: Chef erfand 'Einvernehmliche'

Angeblich „einvernehmlich" soll das Dienstverhältnis einer Küchenhelferin im Waldviertel gelöst worden sein. Doch diese Version hatte der Dienstgeber erfunden.

Dreiste Masche eines Arbeitgebers aus Waidhofen/Thaya: Der Wirt meldete seine Angestellte, eine 47-jährige Küchenhilfe, als sie nach 100 Überstunden binnen vier Monaten krank wurde und in Krankenstand ging, einfach von der Krankenkasse ab und behauptete, das Dienstverhältnis sei "einvernehmlich" gelöst worden.

"Dabei hat die Frau dem nie zugestimmt", berichtet die Arbeiterkammer Niederösterreich am Freitag.

4.600 Euro erkämpft

Die geschröpfte Angestellte wandte sich also an die Experten, die auch Endabrechnungen kontrollierten. Mit dem Ergebnis: Offene Überstunden wurden nicht einkalkuliert und die fällige Kündigungsentschädigung war auch nicht eingerechnet, ebenso wie die Ersatzleistung für die 13 Tage ausstehenden Urlaub.

"Nach Intervention bei dem Restaurantbetrieb erhielt die Arbeitnehmerin ihre berechtigten Ansprüche in Höhe von 4.600 Euro. Für die betroffene Dienstnehmerin, die ein geringes Einkommen hat, ist diese erkämpfte Summe besonders wichtig", freut sich AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser über den Erfolg.

(nit)

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