In den ersten Runden der Bundesliga-Saison war LASK-Neuzugang Marin Ljubicic der Überflieger. Als Liga-Toptorjäger beförderte der junge Kroate die Linzer an die Tabellenspitze. Die Führung ging am Sonntag mit einem 1:1 daheim gegen die SV Ried an Salzburg verloren.
Auch, weil Ljubicic Markus Lackner niederstreckte, schon nach zehn Minuten mit Rot vom Platz flog. Schiedsrichter Alexander Harkam sah den Ellbogenschlag nicht, der Video-Assistent schon.
LASK-Trainer Didi Kühbauer nimmt seinen Stürmer nach dem Match bei "Sky" nach Ansicht der Bilder nicht in Schutz, kritisiert aber das Verhalten von Gegenspieler Markus Lackner: "Man muss jetzt das Ganze sehen. Ich will meinen Spieler da nicht in Schutz nehmen. Ich kenne den Lackner aus Admira-Zeiten, dass er das macht, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ohne, dass ich diesen Schlag in Schutz nehmen will, aber das sind Männer. Da muss ich nicht wie eine Lady umfliegen."
Hastig stellt der Coach klar: "Das ist nichts gegen Frauen, sonst habe ich wieder ein Problem. Es ist nicht in Ordnung. Aber in der Vorgeschichte hätte Ljubicic schon am Boden liegen können, aber er ist Fußballer und er will stehen bleiben. Hoffentlich hat Lackner kein Problem mit der Hand. Ich will es nicht entschuldigen von meinem Spieler."
Kühbauer über das hitzige Topspiel: "Es ist schon mein zweites Derby, aber diesmal eine komplett andere Geschichte. Wenn du nach ein paar Minuten die rote Karte siehst, ist es ein komplett anderes Spiel. Trotzdem haben die Jungs in der Halbzeit ein unglaubliches Spiel gemacht und sind verdient in Führung gegangen. Es war Ried mit einem Mann mehr, aber wir hatten das Gefühl, dass wir ein Mann mehr sind. Mit dem Ausschluss von Ried, haben wir hinten nicht mehr richtig geschlossen und haben dann den Ausgleichstreffer bekommen. Dann war es so, wer das nächste Tor macht, geht als Sieger vom Platz."