Rapid kämpft am Mittwoch gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg um die letzte Titelchance. Gewinnen die Wiener, verkürzen sie den Rückstand auf den Leader drei Runden vor dem Ende auf drei Punkte. Das Meisterthema ist am Tag davor dennoch nicht das bestimmende Thema.
Auf der Pressekonferenz im Allianz Stadion wird Trainer Didi Kühbauer am Dienstag nur bei einem Thema emotional: dem LASK. Die Linzer erhielten am Montagabend zwei der sechs abgezogenen Punkte zurück. Das Protestkomitee reduzierte die Strafe des Senat 1, die dem Klub wegen vier verbotener Mannschaftstrainings während der Coronapause aufgebrummt worden war.
Für Kühbauer, der schon im Vorfeld härtere Strafen gefordert hatte, ist das unverständlich: "Wie da wieder entschieden worden ist, ist für mich eigentlich unglaublich."
"Sie (der LASK, Anm.) gehen ja noch weiter, vielleicht sind sie ja dann überhaupt gleich Meister. Ich gehe davon aus, dass sie alles zurückkriegen." Die Linzer Argumentation, dass die Strafe nicht für diese sondern das kommende Jahr ausgesprochen werden sollte, lässt Kühbauer nicht gelten: "Wenn man etwas macht, was nicht erlaubt ist, und dann von der nächsten Saison spricht, kenn ich mich nicht aus. Wenn du die Tour de France mitfährst und gedopt bist, wirst du nicht nächstes Jahr gesperrt, sondern verlierst das sofort."
Die Spieler nimmt der Rapid-Coach in Schutz: "Die Spieler sind die Ärmsten daran. Die haben im Herbst super Arbeit geleistet und sind bestraft worden für Dinge, die die führenden Leute gemacht haben."