Im November 2021 endete die dreijährige Ära der grün-weißen Legende bei den Hütteldorfern, dem Herzensklub des ehemaligen Teamspielers. Nicht einmal ein halbes Jahr später heuert Kühbauer nun beim LASK ein. Ein Engagement, das bis vor kurzem völlig undenkbar war.
"Es hat eine Rivalität geherrscht. Natürlich, ich war überrascht, dass ich kontaktiert wurde", enthüllte Kühbauer bei seiner Vorstellung als Trainer der Stahlstädter, fügte aber schnell an: "Die Gespräche mit Sportdirektor Radovan Vujanovic und Präsident Siegmund Gruber waren sehr, sehr gut. Wir waren uns in vielen Punkten einig, deshalb war klar, dass ich hier unterschreibe." Kühbauers Vertrag läuft bis Sommer 2024.
Mit dem Kapitel Rapid hat der 51-Jährige jedenfalls abgeschlossen: "Ich bin Trainer vom LASK. Das heißt 100 Prozent für den LASK. Vorher war ich Trainer von Rapid. Dass beide Klubs aufgrund ihrer Qualitäten eine Rivalität entwickelt haben, ist auch ganz klar", so der Burgenländer weiter.
Die Linzer stecken jedenfalls in einer sportlichen Krise. Im letzten Spiel unter Coach Andreas Wieland setzte es eine 0:4-Niederlage gegen die WSG Tirol. Nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen belegen die Oberösterreicher aktuell Platz zwei der Qualifikationsgruppe, drei Punkte hinter den Tirolern. Das Play-off um die Europacup-Ränge ist in Gefahr, wurde von Kühbauer aber bereits als kurzfristiges Ziel ausgegeben.
"In der neuen Saison muss die Meistergruppe erreicht werden, das muss unser Anspruch sein.", unterstrich Kühbauer. Auch eine Europacup-Teilnahme sei "nicht das Allerschlechteste."
Mit der Ernennung Kühbauers zum Trainer steht wohl auch eine Änderung des Spielstils bevor. Oliver Glasner implementierte beim LASK den klassischen Salzburger Pressing-Stil, Valerien Ismael, Dominik Thalhammer und zuletzt Wieland hielten daran fest. Kühbauer wählte als Rapid-Coach eine ballbesitz-orientierte Herangehensweise.
"Pressing ist allgegenwärtig, aber ich denke nicht, dass wir permanent in allen Zonen den Ball jagen werden", so Kühbauer. Sein Debüt gibt der 51-Jährige am Samstag gegen Hartberg. Linz ist nun nach der Admira, Wolfsberg, spusu St. Pölten und eben Rapid die fünfte Station bei einem Bundesliga-Verein.