Künstler proben am Samstag den Corona-Aufstand

Das Burgtheater wird am Samstag Ausgangspunkt einer "Kunstgebung", eines Protests von Künstlern, sein.
Das Burgtheater wird am Samstag Ausgangspunkt einer "Kunstgebung", eines Protests von Künstlern, sein.GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Am Samstag wollen Künstler durch Wien ziehen, um auf die angespannte Situation ihrer Branche aufmerksam zu machen. 

Am kommenden Samstag wird es in Wien eine "Kunstgebung" geben. Künstler wollen mittels eines Protestzugs auf die Nöte ihrer Branche aufmerksam machen. Der Startschuss am Welttag des Theaters wird um 10.00 Uhr passenderweise vor dem Burgtheater erfolgen. Anschließend soll der von der Plattform "Dialog der Kreativität" initiierte Marsch zur Staatsoper fortgesetzt werden, wo es um 11.00 Uhr zu einer "Matinée" kommen wird. 

Der gesamte Tross soll in weiterer Folge dann über die Kärntner Straße zum Stephansplatz gelangen, wo um 12.00 Uhr die Glocken des Stephansdoms für die eigene Botschaft genutzt werden sollen. Die Kunstdemo wird dann über die Rotenturmstraße und den Schwedenplatz Richtung Augarten bewegen, wo es gegen 14.00 Uhr zur Abschluss-Kundgebung kommen wird. Das offizielle Ende der Veranstaltung wurde mit 16.00 Uhr angegeben. 

Stationentheater statt klassischer Demo

Wie die APA vermeldet, soll es sich bei dem Protest um keine klassische Demonstration handeln. Vielmehr soll ein Stationentheater etabliert werden, bei dem interessierte Künstler aller Sparten ihr Werk präsentieren können. Der Marsch ist auch als Reaktion auf den Corona-Gipfel am Montag zu verstehen. "Wir haben es nur noch mit kulturellen Entmutigungen zu tun und müssen dringend etwas zur kulturellen Ermutigung und Ermunterung unternehmen", so Gerhard Ruiss, einer der Initiatoren der Veranstaltung. 

Zentrale Forderungen der Veranstalter an die Politik betreffen ein Bekenntnis der Politik zu Kunst und Kultur, die sofortige Erlaubnis zur Berufsausübung und die Zulassung von Kunst im Freien und die Öffnung verwaister Bühnen und Theater.

Impfung von Autoren gefordert

Die IG Autorinnen Autoren ließ am Dienstag mit einer weiteren Forderung aufhorchen. Sie fordert die Priorisierung von Schriftsteller beim Impfen. Als Begründung für diese Forderung verweisen die Verantwortlichen darauf, dass Autoren nur zeitweilig im Homeoffice arbeiten könnten. Ihnen sei wie auch anderen Berufsgruppen, die im engen Kontakt mit anderen Menschen stehen, "der möglichst schnelle Zugang zu Impfungen zu ermöglichen, welche ihnen die maximalen Zugangs- und Reisefreiheiten einräumen". 

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