Künstler verschenkt Kisten voll mit echtem (!) Geld

So sahen die Kisten voller Geld aus.
So sahen die Kisten voller Geld aus.20 Minuten / Christian Hartmann
Ein Künstler aus der Schweiz hat 101.000 Euro aus seinem Privatvermögen verschenkt. Er verteilt Fünfziger-Scheine.

Mit seinen Kunstwerken sorgt "Wetz" in der Schweiz immer wieder für Irritation, Aufsehen und Staunen. Zum Beispiel ließ er einmal einen großen Tempel errichten, der aussah wie die Akropolis in Athen. Der Tempel war illegal, da ohne Baubewilligung und wurde später abgerissen. Oder "Wetz" verkaufte einmal Urin in Einmachgläsern in einer Filiale von Otto’s. Und vor allem führt er seit zehn Jahren im ehemaligen Landessender in Beromünster das KKLB (Kunst und Kultur im Landessender Beromünster).

Für sein Schaffen im KKLB wird er unter anderem von Firmen unterstützt. Und diese Unterstützung nutzte "Wetz" nun für sein aktuellstes Projekt: Er vergab am Mittwoch in Luzern den "Schweizerischer Landespreis für Kulturförderung".

"Wetz" beim Verschenken des Geldes.
"Wetz" beim Verschenken des Geldes.20 Minuten / Christian Hartmann

Größte Kiste enthielt 46.000 Euro

Dort erhielten nicht Künstler Geld von staatlichen Stellen oder Stiftungen, wie es der Titel des Projektes vermuten ließe. Sondern Firmen erhielten Geld von Künstler "Wetz". 101.000 Euro verteilte er an zehn Firmen, die in ihn unterstützen. Das Geld stammt nicht von Sponsoren, sondern von "Wetz" selber.

"Wetz" holte dafür bei der Bank 2.200 50er-Scheine ab und steckte diese in zehn Holzkisten, die er dann seinen Unterstützern überreichte. Die größte Kiste als Hauptpreis bekam die Hoch- und Tiefbau H&T Sursee. Sie war gefüllt mit 1.000 Fünfziger-Noten, total also 50.000 Schweizer Franken.

"Wetz" sagte: "Es ist wunderbar, dass ich auch einmal etwas zurückgeben darf."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account 20 Minuten Time| Akt:
KunstGeldSchweiz

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen