Ku(h)rioser Einsatz: Rind steckte in Dach fest

Die Feuerwehr rettete die Kuh, sie blieb nahezu unverletzt.
Die Feuerwehr rettete die Kuh, sie blieb nahezu unverletzt.Einsatzdoku
Zu einem nicht alltäglichen Einsatz mussten zwei Feuerwehren am Freitag in Thomasberg (NÖ) ausrücken. Eine Kuh war in Not geraten.

Es gibt wohl Einsätze, die einem ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Wenn sie dann auch noch, so wie am Freitag in Thomasberg (Bezirk Neunkirchen) mit einem Happy End ausgehen, dann sind wohl auch rasch die schlimmsten Strapazen vergessen. Der Einsatzbefehl "Kuh auf Garagendach", ließ von Anfang an einen ungewöhnlichen Einsatz vermuten. 

Vor Ort angekommen sahen die Einsatzkräfte aus Königsberg und Edlitz eine Kuh, die sich mit den Vorderläufen außerhalb eines Daches befand. Die Hinterläufe klemmten jedoch zwischen dem Welleternit und der Zwischendecke. Zu dem Vorfall kam es, weil die rund 700 Kilogramm schwere Kuh von der Weide über eine steile Böschung abrutschte. Sie sprang auf das Dach und brach ein. 

Tier blieb unverletzt

Weil sich das Tier immer wieder selbst befreien wollte, daran aber scheiterte, war es den Einsatkräften zunächst nicht möglich, das Tier zu bergen. Deswegen entschied sich der Einsatzleiter dazu, einen Tierarzt hinzuzuziehen, um das Tier zu betäuben. Eine Injektion erzielte die gewünschte Wirkung und stellte das Tier vollkommen ruhig. Für die Rettung des Tieres entschied man mittels Rundschlingen ein Geschirr anzulegen, und die Kuh mittels Kran vom Dach zu holen. Dies erwies sich als Herausforderung für den Kranfahrer, da bei der Hauseinfahrt nur wenige Zentimeter links und rechts Platz waren, um den Tonnenschweren Lkw in die Hauseinfahrt zu manövrieren.

Nachdem das Geschirr an der verunfallten Kuh angebracht und der Kran in Stellung gebracht wurde, wurde die Kuh behutsam angehoben und vom Dach gerettet. Um einen zusätzlichen Stress beim Tier zu vermeiden, wurde es mittels WLF Container zum naheliegenden Landwirten gebracht, wo sie sich langsam von den Strapazen erholen konnte. Wie durch ein Wunder blieb das Tier bis auf ein paar Schrammen völlig unverletzt. Der Einsatz war nach rund drei Stunden beendet. 

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