Kuljic seit 1994 süchtig – die Profi-Karriere auf Koks

Sanel Kuljic war ÖFB-Teamspieler, kickte bei der Austria, dem LASK, Ried und anderen Klubs. Seine Kokainsucht habe schon davor begonnen, gab er beim Prozess in Wien an.
Nach dem Wettskandal 2014 – fünf Jahre Haft, 2017 aber vorzeitig entlassen – musste sich der ehemalige Fußball-Star Sanel Kuljic am Mittwoch in Wien vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Er soll Drogen an ehemalige Nationalkicker verkauft haben.

Der 42-Jährige wurde schuldig gesprochen und muss zwölf Monate ins Gefängnis. Alles zum Prozess und dem Urteil HIER.

Der Prozess gab erschütternde Einblicke. Die Laufbahn von Kuljic erscheint in einem völlig neuen Licht. Die Aussagen von Kuljic und einem Zeugen werfen außerdem Fragen über die Zustände im ÖFB-Team zu seiner Zeit als Nationalspieler auf.

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Kokain-Sucht seit 1994



Aber der Reihe nach: Kuljic gestand ein, seit 1994 süchtig nach Kokain zu sein – also seine komplette Profikarriere über. Seine erste Profistation war Casino Salzburg (später Wüstenrot) im Jahr 1996.

Seine Karriere führte den Halleiner über Pasching, den LASK, Ried und der Auslands-Station Sion in die Bundeshauptstadt. 2007 heuerte er bei der Austria an. Frank Stronach transferierte ihn zur Filiale in Wiener Neustadt. Es folgten Episoden bei Xamax (Schweiz), Larisa (Griechenland), Kapfenberg und gegen Ende in Baden, Schönbrunn und Enzersfeld.

Zwischen Kapfenberg 2013 und Baden 2017 klafft eine Lücke – sein Gefängnis-Aufenthalt in Folge des Wettskandals.

Kuljic lief 20 Mal für das österreichische Nationalteam auf, schoss dabei drei Tore.

Nach eigenen Angaben habe er in all dieser Zeit im Leistungssport Koks konsumiert.

Als Grund gab er den Leistungsdruck an.

Süchtig sei er übrigens nach wie vor, schlug daher vor, anstatt einer Strafe eine Therapie zu bekommen. Sollte diese genehmigt werden, kommt er – da er bereits in Untersuchungshaft saß – vorzeitig auf freien Fuß.

Ex-Teamkicker als Kunde



Als Zeuge war ein ehemaliger Nationalkicker geladen, dem Kuljic zumindest acht Mal Koks verkauft haben soll. Auch diverse Sportler aus dem Wiener Unterhaus zählten zu seinen Kunden.







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