Das große Finale der Fantasy-Serie "Game of Thrones" ist in Gefahr. Der Grund: Autor George R.R. Martin, der mit seiner Romanreihe "Das Lied von Eis und Feuer" die Grundlage für die TV-Adaption liefert, lässt sich mit den beiden abschließenden Bänden seines Epos einfach zu viel Zeit.
Das große Finale der Fantasy-Serie ist in Gefahr. Der Grund: Autor George R.R. Martin, der mit seiner Romanreihe "Das Lied von Eis und Feuer" die Grundlage für die TV-Adaption liefert, lässt sich mit den beiden abschließenden Bänden seines Epos einfach zu viel Zeit.
Von den vorhandenen fünf Romanen sind mit der gerade abgeschlossenen dritten Staffel beinahe drei komplett verfilmt. Wann die Teile sechs ("The Winds of Winter") und sieben ("A Dream of Spring") von "Game of Thrones" fertiggestellt sind, steht noch in den Sternen.
Die Verzögerung kann dazu führen, dass in spätestens drei Jahren die Handlung der TV-Serie zu der Romanreihe aufschließt. Es wäre dann zunächst kein weiteres Material für eine Fortsetzung vorhanden. Eine Katastrophe für die Fans, da Martin "Das Lied von Eis und Feuer" als abgeschlossene Geschichte konzipiert hat. Die TV-Serie würde also inmitten nicht abgeschlossener Handlungsstränge und ohne Finale enden.
Deshalb hieß es zwischenzeitlich, die Produzenten wollten das noch vorhandene Material in die Länge ziehen, so dass daraus mehr Staffeln entstehen könnten. Dies würde Martin wiederum mehr Zeit für die Beendigung seiner Geschichte bieten. Von insgesamt zehn Staffeln war die Rede.
Dem wiedersprach nun allerdings David Benioff, Drehbuchautor und Produzent von "Game of Thrones". Das Material zu strecken, wäre "katastrophal", sagte er zu "Entertainment Weekly". Wolle man die beiden verbliebenen Bücher in jeweils drei Staffeln umsetzen, würde die Serie schlichtweg zu lange dauern. Es sei dann unmöglich, die Besetzung zusammenzuhalten, da viele Darsteller mittlerweile sehr gefragt sind. "Die Uhr tickt", so Benioff. "Wir haben kein unbeschränktes Zeitlimit."
George R.R. Martin scheint dies alles kalt zu lassen. "Wenn sie alles mit einschließen, was sich in den Büchern befindet, dann werden sie mich nicht einholen", sagt der Autor. "Und wenn doch, dann werden wir ein paar interessante Diskussionen führen müssen."